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Nach Brand im Jahr 2016
Bauarbeiten auf dem alten Rasspe-Gelände in Solingen starten

Nach Brand im Jahr 2016: Bauarbeiten auf dem alten Rasspe-Gelände in Solingen starten
Das beschädigte Dach wird repariert (o.). Auf dem Areal stehen 6,6 Hektar für neue Firmen bereit. FOTO: mak, or(3)
Solingen. Im November werden Bauarbeiter anfangen, das Dach der alten Fabrik instandzusetzen. Dieses war 2016 bei einem Feuer zerstört worden. Von Martin Oberpriller

Die Zeiten, in denen sich Autofahrer und Fußgänger auf der Straße Stöcken in Höhe des alten Rasspe-Areals eines nahezu ungetrübten Ausblicks auf den Solinger Himmel erfreuen konnten, neigen sich ihrem Ende entgegen. Denn nachdem im Januar 2016 Teile des Dachstuhls auf dem ehemaligen Fabrikgebäude einem Großfeuer zum Opfer gefallen waren und die zweite Etage der einstigen Hauptverwaltung dementsprechend großteils offen lag, wird die Stadt noch in diesem Monat damit beginnen, die seinerzeit entstandenen Brandschäden zu beseitigen.

Das bestätigte gestern eine Rathaus-Sprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion. "Das Aufstellen der Baugerüste dürfte voraussichtlich während der 47. Kalenderwoche erfolgen", sagte die Sprecherin - was bedeutet, dass sich die Verkehrsteilnehmer ab dem 20. November wohl auf einen verstärkten Baustellenverkehr zwischen der Solinger Innenstadt sowie der Kohlfurth einzustellen haben.

Wie lange die Wiederherstellung des Daches insgesamt dauern wird, stand am Donnerstag noch nicht in Gänze fest. Indes ist bereits jetzt klar, dass die Dachdecker lediglich eine Art Vorauskommando für weitere Bauarbeiter sein werden. Da nämlich den Verantwortlichen bei der Stadt sowie der Wirtschaftsförderung Solingen nicht allein "kosmetische" Veränderungen an der denkmalgeschützten Industriefassade aus dem 19. Jahrhundert vorschweben, sondern innerhalb der nächsten Jahre auf dem brachliegenden Areal das mondernste Gewerbegebiet der Klingenstadt entstehen soll, bedarf es zusätzlicher Anstrengungen.

Aus diesem Grund wird 2018 nach augenblicklichem Stand der Planungen zum Jahr der eigentlichen Sanierung - wobei die zuständigen Stellen in der Verwaltung diesbezüglich mit keinen unangenehmen Überraschungen mehr rechnen. Denn in den zurückliegenden Monaten hatte der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) umfangreiche Untersuchungen auf dem rund 6,6 Hektar großen Grundstück durchgeführt, die ihrerseits nichts Unerwartetes an Umweltproblemen zutage beförderten.

Zwar stießen die Experten des AAV im Zuge ihrer Überprüfungen unter anderem auf Blei, das von einer alten Tankstelle stammen dürfte, die früher einmal auf dem Rasspe-Werksgelände betrieben wurde. Und zudem kamen bei den Untersuchungen Blindgänger aus dem Krieg zum Vorschein. Gleichwohl stehen diese Funde einer zukünftigen Neunutzung des Areals nicht im Weg.

Ein umfassendes Sanierungskonzept wird wahrscheinlich im Februar des kommenden Jahres vorliegen. Dann soll feststehen, welche Arbeiten genau - neben der Dach-Instandsetzung - auf dem Grundstück erledigt werden müssen, das nach allgemeinem Dafürhalten schon wegen seiner guten Verkehrsanbindung zur nahen L 74 als Filetstück unter den städtischen Gewerbeflächen gilt.

Ein Eindruck, der sich zuletzt während der Gewerbe-Immobilienmesse Expo Real bestätigte, die Anfang Oktober in München stattfand. Dort war die Stadt Solingen, wie in jedem Jahr, mit einer eigenen Delegation vertreten . Wobei das Rasspe-Gelände das Interesse zahlreicher Entwickler weckte, wie es nach der Messe seitens der Wirtschaftsförderung hieß. Für die Entwicklung des Areals sind gut fünf Millionen Euro vorgesehen, von denen die Stadt 20 Prozent aufzubringen hat. Die restlichen 80 Prozent kommen von der AAV. Geht alles gut, könnten die ersten neuen Firmen 2019 nach Stöcken ziehen.

Quelle: RP
 
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