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Solingen
Baumängel an Flüchtlingshäusern

Solingen: Baumängel an Flüchtlingshäusern
Weil Fehler an der Brandmeldeanlage festgestellt wurden, ist das Holzhaus an der Zietenstraße immer noch unbewohnt. FOTO: Kempner (Archiv)
Solingen. Die Firma muss an den Objekten Zietenstraße und Jaspersstraße nachbessern. Von Martin Oberpriller

Die ersten Bewohner hätten schon längst einziehen sollen. Doch auch mehrere Monate nach der eigentlichen Fertigstellung der Gebäude stehen die beiden von der Stadt Solingen in Modulbauweise errichteten Holzhäuser für Flüchtlinge an der Zietenstraße in Mitte sowie an der Jaspersstraße in Wald nach wie vor leer.

Das betätigte ein Rathaus-Sprecher auf Nachfrage unserer Redaktion. Der Grund: An den Brandmeldeanlagen in beiden Objekten wurden zuletzt Fehler festgestellt, so dass die zwei Häuser, in denen später rund 80 Frauen, Männer und Kinder leben sollen, baulich noch nicht abgenommen wurden.

"Die Baufirma muss die Mängel zunächst nachbessern", hieß es vonseiten der Stadt, wo die verantwortlichen Beamten jedoch optimistisch sind, dass bald sämtliche beanstandeten Unzulänglichkeiten behoben sein werden. So ist beispielsweise vorgesehen, dass die Feuerwehr das Haus an der Zietenstraße zu Beginn dieser Woche zwecks Abnahme begehen wird. Für das Gebäude an der Jaspersstraße wird hingegen noch ein Termin gesucht, derweil in eine weitere Flüchtlingsunterkunft, das Containerhaus an der Beethovenstraße, seit Montag dieser Woche die ersten Bewohner eingezogen sind.

Die zwei Gebäude an der Zietenstraße und der Jaspersstraße hatten die Stadt inklusive der Grundstücke einen einstelligen Millionenbetrag gekostet. Ursprünglich war sogar vorgesehen gewesen, insgesamt acht dieser Modulbauten, auf das gesamte Stadtgebiet verteilt, zu errichten. davon hatte die Stadt aber später Abstand genommen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass im laufenden Jahr weit weniger Flüchtlinge kommen würden als zunächst angenommen.

Die Holzhäuser selbst haben eine geschätzte Nutzungsdauer von ungefähr 25 Jahren. Sie können später auch für andere Zwecke, etwa für Kitas, verwendet werden.

Quelle: RP
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