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Solingen
Bedürftigen ein Geschenk machen

Solingen: Bedürftigen ein Geschenk machen
Diakon Leonard Galli und Lucia Kirschbaum begleiten die Paket- und Spendenaktion der Caritas und des katholischen Seelsorgebereichs Mitte-Nord. In die Pakete kommt alles, was zu Weihnachten schmeckt und Freude bereitet. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Bereits zum sechsten Mal startet die Pfarreiengemeinschaft Mitte-Nord eine große Paketaktion zu Weihnachten. Von Sandra Grünwald

Wer am ersten Adventwochenende, also am 26. und 27. November, die Heiligen Messen des katholischen Seelsorgebereichs Mitte-Nord (MiNor) besucht, kann sich an der Paketaktion beteiligen, zu der der Caritasausschuss der Pfarreiengemeinschaft auch in diesem Jahr wieder aufruft. Er gilt allen Menschen, die genug haben, um Bedürftigen eine kleine Freude zu Weihnachten machen zu können.

So werden nach den Gottesdiensten Kartons ausgegeben. "Wer möchte, bekommt von uns einen Karton mit den Informationen über den jeweiligen Empfänger", erzählt Diakon Leonard Galli. Mal sind es alleinerziehende Mütter, mal ganze Familien, mal Senioren. Wichtig zu wissen ist auch, wie alt die Kinder sind, ob ein Kindergartenkind oder ein Jugendlicher beschenkt werden soll. Und natürlich, ob es sich bei dem Empfänger um eine muslimische Familie handelt, die beispielsweise kein Schweinefleisch oder Gummibärchen mit Gelatine essen darf. "Dann können die Gemeindemitglieder die Pakete selbst füllen", sagt Galli. Dafür haben sie die ersten beiden Adventswochen Zeit.

Natürlich kommt alles in das Paket, was so typisch ist für Weihnachten. Gebäck, Süßigkeiten, kleine Geschenke. Nur leicht verderbliche Lebensmittel, wie Obst, soll nicht in die Pakete gepackt werden, da sie eine Zeitlang gelagert werden müssen, bevor sie dann an den jeweiligen Empfänger weitergegeben werden. Bis zum dritten Advent am 10. und 11. Dezember können die Pakete dann in den Kirchen im Altarraum abgestellt oder während der Öffnungszeiten in den Pfarrbüros abgegeben werden. Viele ehrenamtliche Helfer sind dann im Einsatz, um die Pakete zu anonymisieren und den jeweiligen bedürftigen Familien zu bringen. In St. Clemens waren es allein im vergangenen Jahr 120 Pakete. "Damit ist unsere Leistungskapazität erreicht", erklärt Leonard Galli.

Denn auf dem Pfarrgebiet werden vier katholische Kindergärten, drei Grundschulen, ein Senioren-Pflegedienst und auch Flüchtlingsunterkünfte mit Paketen beschenkt. "Dann haben wir Schützlinge, die im Rahmen unserer normalen karitativen Tätigkeit regelmäßig Lebensmittelgutscheine von uns erhalten", sagt Galli. Auch sie werden zu Weihnachten beschenkt. Nach dem dritten Advent verwandelt sich St. Clemens wieder in ein kleines Postamt. Empfänger der Pakete sind durchweg bedürftige Menschen, egal, welcher Religion oder Konfession sie angehören. "Es geht uns um die Bedürftigkeit", betont Diakon Galli. "Wir wollen den Menschen, die mit uns in Solingen leben, eine Freude zu Weihnachten machen." Und obwohl die Paketaktion viel Arbeit in der sowieso schon stressigen Adventszeit bedeutet, finden sich in jedem Jahr viele freiwillige Helfer, die ihre Zeit und Kraft gerne dafür einsetzen. Denn andere zu beschenken, macht Spaß, wie Leonard Galli weiß: "Die Dankbarkeit der Beschenkten ist sehr groß."

Quelle: RP
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