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Solingen
Behandlungsabläufe auf Prüfstand

Solingen. Das Städtische Klinikum veröffentlicht die Qualitätsdaten für das Jahr 2015.

Zum dritten Mal in Folge veröffentlicht das Städtische Klinikum Solingen im Internet seine Qualitätsergebnisse aus den Daten des Jahres 2015. Damit geht Solingens größtes Krankenhaus der Verpflichtung der Initiative Qualitätsmedizin IQM nach, der es sich im Jahr 2012 angeschlossen hat.

Das Ziel der Initiative ist es, Verbesserungspotenziale in der Patientenversorgung zu erkennen und diese in der klinischen Praxis umzusetzen. Hierzu stellen insgesamt 370 Krankenhäuser in Deutschland und in der Schweiz freiwillig ihre für Abrechnungszwecke erfassten Daten zur Verfügung. So kommen medizinische Informationen von rund 5,8 Millionen stationären Behandlungsfällen zusammen.

Durch den Vergleich von Auffälligkeiten lassen sich dann für die teilnehmenden Krankenhäuser Ansatzpunkte für eine kritische Analyse ausmachen. IQM unterstützt die Krankenhäuser mit verschiedenen Instrumenten, aber auch die Krankenhäuser selbst verpflichten sich, interne Prüfverfahren zu etablieren. "Wir haben früh angefangen, die Transparenzforderungen zu erfüllen. Mit der Veröffentlichung der aktuellen IQM-Daten, die uns keine gravierenden Abweichungen bescheinigen, sind wir in medizinischer Hinsicht gut darauf vorbereitet, was demnächst gesetzlich auf uns zukommt", erklärt der Ärztliche Direktor des Klinikums, Privatdozent Dr. Ralf Buhl. "Im Klinikum Solingen geben die sogenannten M-und-M-Konferenzen wichtige Impulse für interne Verbesserungen", sagt Dr. Doris Kurscheid-Reich, die den Bereich Qualitäts- und Projektmanagement verantwortet. Die Buchstaben stehen für Mortalität und Morbidität, und in den Konferenzen geht es darum, besonders schwierige Behandlungsverläufe fachübergreifend zu betrachten. Die lange Kette von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, an der Spezialisten verschiedener Disziplinen beteiligt sind, wird minuziös in Einzelteile zerlegt.

Ärzte und Pflegende lernen anhand der Analyse eines jeden einzelnen Schrittes, was sie in vergleichbaren Situationen anders oder besser machen könnten. "Dies sind wichtige Erkenntnisse, um zukünftige Risiken zu minimieren", fasst Dr. Kurscheid-Reich zusammen.

(red)
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