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Solingen
Behelfskonstruktion für Brücke Strohn im Gespräch

Solingen. Knapp einen Monat ist die rund 100 Jahre alte Brücke Strohn über die Wupper bei Glüder inzwischen geschlossen. Doch noch immer gibt es Fußgänger und Radfahrer, die die Absperrgitter an dem Bauwerk einfach ignorieren - was angesichts des maroden Zustandes der Brücke ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko darstellt und darum nun zu Überlegungen führt, vorübergehend eine Behelfskonstruktion an die in die Jahre gekommene Wupperquerung zu setzen. Von Martin Oberpriller

"In den kommenden Wochen werden diesbezüglich Abstimmungsgespräche stattfinden", kündigte gestern ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage an. Experten aus dem Rathaus sowie von den Stadtwerken Solingen, die Eigentümer der Brücke sind, sollen dann Klarheit darüber schaffen, inwieweit ein Provisorium das Bauwerk - zumindest zeitweise - ersetzen kann. "Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht getroffen worden", betonte der Stadtsprecher. Denn bevor ein Behelfskonstrukt an die Brücke Strohn gebaut werden könnte, müsste zunächst geprüft werden, inwieweit überhaupt die statischen Voraussetzungen für eine solche Maßnahme erfüllt sind.

Dabei steht aber schon heute fest, dass ein Provisorium lediglich eine Alternative auf Zeit wäre. Dauerhaft schwebt den Verantwortlichen ein Neubau der Brücke vor, wobei eine solche Lösung zunächst einmal im Aufsichtsrat der Stadtwerke auf den Weg gebracht werden muss. Aus diesem Grund wurde das Thema zuletzt auf die Tagesordnung für die nächste Sitzung des Gremiums im September gesetzt.

Die Brücke Strohn ist Eigentum der Stadtwerke, da an der Brücke bis in die 1970er Jahre die Wasserleitung von Glüder zur Krahenhöhe verlief. Inzwischen ist diese Leitung zwar schon lange außer Betrieb, die Rohre sind aber weiter an dem Bauwerk angebracht. Über die Brücke selbst verlaufen Wanderwege, die wegen der Sperrung augenblicklich nur über Umwege genutzt werden können.

Quelle: RP
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