| 00.00 Uhr

Thomas Meyer
Bergische Gesellschaft ein Erfolgsprojekt

Thomas Meyer: Bergische Gesellschaft ein Erfolgsprojekt
IHK-Präsident Thomas Meyer sieht schon einige gelungene Bergische Kooperationen. Gleichwohl würde er sich bei der regionalen Zusammenarbeit noch mehr Schwung wünschen. FOTO: Moll (Archiv)
Solingen. Präsident der Industrie- und Handelskammer würde sich bei regionalen Kooperationen noch viel mehr Schwung wünschen.

Herr Meyer, Sie sind seit Mai 2013 Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer. Jetzt neigt sich Ihre erste Amtszeit dem Ende entgegen. Was war, rückblickend betrachtet, das herausragendste Ereignis?

Meyer Es gab eine ganze Reihe von Dingen, über die ich mich sehr gefreut habe. Hervorzuheben ist hier natürlich die Gründung der Bergischen Gesellschaft, des Beirats und des Bergischen Rates. Das hat der regionalen Zusammenarbeit wieder neuen Schub gegeben. Auch dass es uns gelungen ist, die Jugendlichen im Rahmen des Projekts "Kein Abschluss ohne Anschluss" besser als bisher bei der Berufsorientierung zu unterstützen, war durchaus herausragend. Ebenso wie unsere Flüchtlingskonferenzen oder die Etablierung der neuen Veranstaltungsreihe für Kleinunternehmen "Klein, bergisch, gut." Ein großer Erfolg war es auch, dass es uns gelungen ist, viele Streitthemen zu versachlichen und im Konsens zu lösen.

Welche?

Meyer So zum Beispiel in Wuppertal bei den durch den Döppersberg-Umbau verursachten Verkehrsproblemen. Statt uns zu streiten, haben wir mit der Stadt gemeinsam einen Gutachter mit der Erstellung eines Verkehrskonzepts beauftragt. Das Ergebnis überzeugte und wurde sofort umgesetzt. Beeindruckt hat mich auch die gute Zusammenarbeit zwischen den ehrenamtlich tätigen Unternehmern und den hauptamtlichen Mitarbeitern der Industrie- und Handelskammer. Das war und ist der Schlüssel zum Erfolg unserer gemeinsamen Arbeit.

Hätten Sie sich in anderen Bereichen mehr Schwung erwartet? Wenn ja, in welchen?

Meyer Auch wenn die Bergische Gesellschaft und der Bergische Rat auf jeden Fall Erfolgsprojekte sind: Oft wünsche ich mir trotzdem noch viel mehr Schwung bei der regionalen Kooperation. Beispielsweise bei der Zusammenarbeit der Berufskollegs oder bei der Integration von Flüchtlingen.

Sie sind geschäftsführender Gesellschafter des Remscheider Unternehmens IKS Klingelnberg. Ist das ehrenamtliche Engagement als IHK-Präsident mit dem der Unternehmertätigkeit gut unter einen Hut zu bringen?

Meyer Es geht, weil die hierfür geschaffenen Strukturen im Unternehmen es zulassen.

In Ihrer Antrittsrede vor knapp vier Jahren hoben Sie hervor, dass es notwendig sei, wieder mehr Bewusstsein für die Bedeutung von Industrie, Dienstleistung und Handel für den Wohlstand in unserer Region zu wecken. Ist das aus Ihrer Sicht gelungen?

Meyer Ja, diesen Eindruck habe ich durchaus. "Wenn es der Wirtschaft gut geht, dann geht es auch der Region gut" - diesen Satz würden jetzt mehr Menschen unterschreiben, als noch vor einigen Jahren.

In wenigen Monaten soll nun ein neues Parlament der Wirtschaft gewählt werden. Vom 16. Januar bis 10. Februar 2017 sind etwa 35.000 Gewerbetreibende aufgerufen, per Briefwahl die 80 Mitglieder der IHK-Vollversammlung neu zu bestimmen. Konnten im Vorfeld ausreichend Bewerber gefunden werden?

Meyer Insgesamt kandidieren 138 Kandidatinnen und Kandidaten für die 80 Sitze. Damit haben wir unser diesbezügliches Ziel voll erreicht. Darüber bin ich sehr froh, denn es zeigt das große Engagement der Unternehmer für die Interessen der Region und die Selbstverwaltung der Wirtschaft.

Sie treten erneut an, um in die Vollversammlung gewählt zu werden, und stünden auch für eine zweite Amtsperiode als IHK-Präsident zur Verfügung. Was würden Sie dann noch umsetzen wollen?

Meyer Ganz oben steht dann die weitere Vertiefung der regionalen Zusammenarbeit. Da gibt es noch viel zu tun. Auch die Integration von Flüchtlingen wird uns sicher noch lange beschäftigen. Wichtig ist mir auch, dass wir die bereits sehr gute Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität und ihrem hervorragenden Rektor Prof. Lambert T. Koch weiter ausbauen.

UWE VETTER STELLTE DIE FRAGEN.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Thomas Meyer: Bergische Gesellschaft ein Erfolgsprojekt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.