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Volleyball
Ungleiches Duell am Bodensee

Bergische Volleys: Ungleiches Duell am Bodensee
Sam Boehm (r.) wurde nach der glatten Niederlage beim Topfavoriten als bester Spieler seiner Mannschaft ausgezeichnet. FOTO: Imago (Archiv)
Solingen. Bei Spitzenreiter VfB Friedrichshafen kann Bundesliga-Schlusslicht Bergische Volleys nur in einigen Phasen mithalten. Von Sonja Bick

Beim Rekordmeister und Tabellenführer VfB Friedrichshafen gab es für die Bergischen Volleys erwartungsgemäß nichts zu holen. 0:3 (17:25, 21:25, 21:25) hieß es nach 75 Minuten. So bleibt die Mannschaft von Trainer Johan Isacsson auch nach 15 Spielen in der Volleyball Bundesliga punktlos auf dem letzten Tabellenplatz.

"Friedrichshafen hat das Spiel sehr ernst genommen", sagte Volleys-Manager Helmut Weissenbach über den VfB, der seinen 25. Heimspielsieg in Folge feierte. "Für einen Satzgewinn hätte unser Team an der Leistungsgrenze agieren müssen. Es gab gute Ansätze, aber die beste Abwehr der Liga stand oft wie eine Gummiwand."

Im Vergleich zu den Partien zuvor war Iurgen Hummes Specht für Kapitän Gerrard Lipscombe von Beginn an ins Spiel gekommen. Der Brasilianer war in der Hinrunde als Schwachstelle des Teams ausgemacht worden - mit Problemen bei der Annahme und wenig Durchschlagskraft im Angriff. Als Folge der Verpflichtung des finnischen Außenangreifers Ossi Rumpunen im Dezember war der 26-Jährige nur noch zu Kurzeinsätzen gekommen. Nachdem in den vergangenen Spielen der Australier Lipscombe sowohl in der Annahme als auch im Angriff ebenfalls Schwächen offenbart hatte, durfte nun Specht wieder von Beginn an aufs Feld.

Zunächst mit Erfolg. Der Außenangreifer sowie Diagonalangreifer Sam Boehm sorgten für eine 4:3-Führung. Und auch bei der ersten technischen Auszeit lagen die Gäste nur mit 7:8 zurück. Es folgte die schwächste Phase der Bergischen Volleys. Beim Stand von 9:13 nahm Trainer Isacsson die erste Auszeit, bei 9:18 folgte die nächste. Erst gegen Ende des Satzes fanden seine Spieler zurück in die Spur - zu spät. Der Durchgang ging mit 17:25 verloren.

In der Folge sah es vor 1700 Zuschauern nach einer deutlichen Angelegenheit aus. 4:8 stand es zunächst. Beim Stand von 11:11 hatten die Volleys aber den Ausgleich geschafft. Für den ersten Blockpunkt des Spiels sorgte der starke Mart van Werkhoven, weitere folgten. Auch Zuspieler Johannes Tille punktete, Rumpunen und Boehm überzeugten ebenso. Bis zum 19:20 lieferten sich die beiden Mannschaften ein ausgeglichenes Spiel. Die Gäste kämpften, zogen aber mit 21:25 den Kürzeren.

In Satz drei führten die Volleys nach einem Ass von Specht mit 8:6 und mit 12:10. Das Schlusslicht gab keinen Ball verloren, der Tabellenführer aber auch nicht. Schließlich schaffte Friedrichshafen das 16:13. Hummes Specht kam im Verlauf des Spiels immer seltener zum Erfolg, Rutger Zoodsma konnte nicht wie gewohnt im Block und im Schnellangriff über die Mitte punkten. Das 25:21 war für den Rekordmeister dann quasi nur noch Formsache.

Helmut Weissenbach blickt bereits den kommenden Aufgaben entgegen. Fünf weitere Spiele stehen in dieser Saison noch an: In Berlin und in Düren rechnen sich die Volleys nicht viel aus, anders sieht es in den weiteren drei Begegnungen aus.

Weissenbach: "Gegen Bühl am kommenden Sonntag können wir auf Punkte hoffen, gegen Rottenburg ist ein Sieg Pflicht, und dann haben wir gegen Herrsching unsere letzte Chance." Gegen die drei genannten Teams spielt die Mannschaft von Johan Isacsson zu Hause.

Quelle: RP
 
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