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Solingen
Bernhard Dobelke geht nach Rheinbach

Solingen: Bernhard Dobelke geht nach Rheinbach
FOTO: Köhlen, Stephan (TEPH)
Solingen. Nach zwölf Jahren macht der Stadtdechant und leitende Pfarrer im Pfarrverband Mitte-Nord einen Neuanfang. Die Neubesetzung hat im Erzbistum zwar hohe Priorität, soll aber nicht direkt erfolgen. Von Günter Tewes

Der Weg verläuft gradlinig: 1996 ist Bernhard Dobelke im Kölner Dom zum Priester geweiht worden. 2003 wurde er Pfarrer von St. Engelbert und St. Michael. Seit September 2010 leitet der katholische Pfarrer den Pfarrverband Mitte-Nord (MiNor). Seit gut vier Jahren ist er als Stadtdechant oberster Repräsentant der rund 42.000 Katholiken in Solingen. Jetzt sei der Moment gekommen, erklärt Pfarrer Bernhard Dobelke, an einem anderen Ort noch einmal einen neuen Anfang zu machen - nach zwölf Jahren der Seelsorge in Solingen.

Der Stadtdechant verlässt die Klingenstadt und wechselt nach Rheinbach bei Meckenheim. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat Dobelke mit Wirkung zum 1. Februar nächsten Jahres zum Pfarrer im dortigen Seelsorgebereich der Pfarrei St. Martin ernannt. In Rheinbach ist er näher bei seinen Eltern. Auch dies sei für ihn ein Argument, das für die neue Stelle spricht.

Erzbischof Woelki dankt Stadtdechant Pfarrer Dobelke für seine langjährige Tätigkeit. Nach seiner Verabschiedung als Stadtdechant und Pfarrer steht er ab Februar damit in MiNor nicht mehr zur Verfügung. Seine Ämter werden vorläufig nicht besetzt. "Obwohl wir der Besetzung der Pfarrerstelle im Seelsorgebereich Mitte-Nord hohe Priorität einräumen, wird die unmittelbare Nachbesetzung nicht möglich sein. Und es wird zu einer Vakanz in der Besetzung der Pfarrerstelle kommen", teilt das Erzbistum mit. Zunächst soll Pfarrer Jürgen Hünten, Leitender Hochschulpfarrer an der Katholischen Hochschulgemeinde Düsseldorf und Wuppertal, die Aufgabe zu übernehmen - als sogenannter Pfarrverweser in der Zeit der Vakanz ab dem 1. Februar.

Wie Bernhard Dobelke im Pfarrbrief schildert, ist es seine persönliche Entscheidung gewesen, sich auf die Stelle des Pfarrers in Rheinbach beworben zu haben. "Viele schöne Erinnerungen werde ich aus Solingen mitnehmen und viele freundschaftliche Bande werden mich weiter mit der Stadt verbinden." Dobelke vertraut darauf, dass sein Schritt nach Rheinbach ein Schritt sei, den Gott mit ihm gehe. "Ich vertraue auch darauf, dass die Gemeinden in Solingen gute Schritte mit Gott in die Zukunft gehen werden." In den nächsten Tagen und Wochen wird nach seinen Worten an vielen Stellen zu überlegen sein, wie es weitergehen könne und werde.

Im Pfarrverband MiNor mit den Gemeinden St. Clemens, St. Michael, St. Engelbert und St. Mariä Himmelfahrt ist man zuversichtlich, dass die Stelle des leitenden Pfarrers vergleichsweise schnell wiederbesetzt wird. Skeptisch ist man indes bei der Stelle des Stadtdechanten für Solingen. In der Zukunft, so wird vermutet, wird es wohl einen Dechanten für das gesamte Bergische Land geben.

Quelle: RP
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