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Solingen
Beruf und Familie in Einklang bringen

Solingen. Workshop "Betriebliche Gesundheitsförderung" und "Elternzeitmanagement" in der Firma J. C. König Stiftung. Von Uwe Vetter

Die betriebliche Gesundheitsförderung hat bei der J. C. König Stiftung einen hohen Stellenwert. Denn der metallverarbeitende Betrieb aus dem Industriegebiet Scheuren, der insbesondere Tiefziehteile auch für die Automobilindustrie herstellt, sieht gerade in den derzeit 180 Beschäftigten mit das größte Unternehmenskapital. Betriebssport wie Laufen, Radfahren oder Fußball wird deshalb abteilungsübergreifend angeboten. "Das fördert nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern auch die Verbundenheit mit dem Unternehmen", sagt Geschäftsführerin Iris König. Im Winter ist jetzt noch ein Tanzkurs geplant, eine Rückenschule soll ebenfalls ins Angebot kommen. "Die Mitarbeiter sollen sich hier wohlfühlen, schließlich verbringen wir viel Zeit miteinander", ergänz Iris König.

Die Ideen zu den gesundheitsfördernden betrieblichen Sportangeboten kamen aus der Mitarbeiterschaft heraus. So hat sich bei König auch eine Mountainbike-Gruppe zusammengefunden. "Im September sind wir mit dieser Gruppe bei unserem ersten Wettkampf in Plettenberg", freut sich Michael Schmidt-König, im Unternehmen für die kaufmännische Leitung zuständig.

Betriebliche Gesundheitsförderung und Elternzeitmanagement - diese beiden Themen standen gestern Nachmittag im Mittelpunkt eines Workshops, zu dem die Industrie- und Handelskammer (IHK) gemeinsam mit dem Solinger Familienbündnis in die Unternehmensräume von König an der Martinstraße eingeladen hatte. Der Workshop ist Bestandteil der Veranstaltungsreihe "Fachkräfte für familienfreundliche Unternehmen", die 2012 initiiert worden war. "Arbeitgeber sollten einen Blick darauf haben, dass Familienaufgaben und Beruf häufig an die Grenzen der Gesundheit gehen. Die Firma König bietet hier vielfältige Unterstützungsangebote", sagt Astrid Vornmoor (Vornmoor Consult), die den Workshop gestern mit Thilo Schnor vom Familienbündnis leitete. Neben der Vorstellung betrieblicher Gesundheitsförderung durch die Firma König - "gesund und fit im Sport" - berichteten Marie-Luise Hasler, Geschäftsführerin U-Form Verlag, sowie Dina Papies, Betriebsleiterin Druckerei des U-Form Verlages, darüber, ob Führungsaufgaben auch in Teilzeit erledigt werden können. "Es klappt ganz gut", sagt Dina Papies, Mutter einer zweijährigen Tochter. Der Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren, Fatih Kazanci, Prokurist bei der Firma Schmitz-Horn-Treber GmbH, erzählte im Workshop darüber, wie er mit vom Arbeitgeber eingeräumten flexiblen Arbeitszeiten Job, Karriere und Familienaufgaben vereinbaren konnte. So gelang es ihm, nach der Geburt seines Sohnes viel Zeit mit ihm zu verbringen und gleichzeitig dennoch 40 Stunden in der Woche zu arbeiten. "Ich konnte mir ein Home-Office einrichten und habe dort meistens freitags gearbeitet", sagt Fatih Kazanci.

"Familienfreundlichkeit ist zunehmend ein wichtiges Thema in den Unternehmen", sagt Thomas Wängler, Leiter des IHK-Bereiches Standortpolitik, Verkehr und Öffentlichkeitsarbeit, auch mit Blick auf die Pflege älterer Familienangehöriger und Beruf.

Und Astrid Vornmoor ergänzt: "Das Thema ist in den Betrieben angekommen." Entscheidend sei, dass die Unternehmen eine familienfreundliche Kultur haben.

Quelle: RP
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