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Solingen
Bewegender Abschied von Erika Rothstein

Solingen. So hatte sie es sich vor ihrem Tod gewünscht: Politiker aller Couleur, Vertreter von Sportvereinen, Frauengruppen, Ausländer und Deutsche, junge und ältere Menchen, sie alle singen vereint "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit". Am Samstag erfüllten die vielen Besucher der Trauerfeier auf dem Gräfrather Parkfriedhof der überzeugten Sozialdemokratin Erika Rothstein diesen Wunsch, nachdem Organistin Ute Grapentin mit der Morgenstimmung aus der Peer Gynt Suite von Edvard Grieg für eine würdevolle Einstimmung gesorgt hatte. Hans-Werner Bertl würdigte in seiner Trauerrede das Leben der Verstorbenen und vor allem ihr Engagement für andere. Ihren Einsatz für Flüchtlinge und Migranten ebenso wie ihr Wirken in Sportvereinen und Frauengruppen. Aber auch die ganz private Erika Rothstein war Thema, die von ihrem oft belächelten roten Manta sagte: Hauptsache, er ist rot und er fährt. Von ihren Reisen in alle Welt war die Rede, ihrem nicht einfachen Leben als alleinerziehende Mutter und ihrer bis zuletzt andauernden Freundschaft mit der türkischen Familie Genc. Die Menschen, die an der Trauerfeier teilnahmen, sie alle haben Erika Rothstein gekannt. Wäre jemand unter ihnen gewesen, der sie nicht kannte, er hätte wohl nach der bewegenden Rede von Hans-Herner Bertl gedacht: Dieser Frau wäre ich gerne einmal begegnet.

Mit dem Gedicht Momento von Mascha Kaléko, vorgetragen von Claudia Gahrke, und dem Lied, "Wenn wir schreiten Seit' an Seit' endete die Trauerfeier, an der allein drei ehemalige Oberbürgermeister und der derzeitige Amtsinhaber teilnahmen. Beigesetzt wurde die rote Urne mit den sterblichen Überresten von Erika Rothstein im engen Familien- und Freundeskreis.

(aki)
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