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Solingen
Birkenbeul (SPD) verärgert über gesperrte Brücke

Solingen. "Höchst ärgerlich" ist für den Bezirksbürgermeister von Burg/Höhscheid, Axel Birkenbeul (SPD), die gesperrte Wupperbrücke Strohn. "Man handelt erst, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist", sagt Birkenbeul. Schon vor Wochen hätte den Verantwortlichen auffallen müssen, dass die Brücke reparaturbedürftig sei. Denn für das Postfahrzeug, das über die Brücke zur Bertramsmühle fährt, ist das Bauwerk schon geschlossen worden, erklärte Birkenbeul und ergänzte: "Man hätte notwendige Reparaturarbeiten längst vornehmen können."

Die Wupperbrücke Strohn ist seit Mittwoch nun auch nicht mehr für Wanderer und Radfahrer begehbar. Ein Gutachten hat ergeben, dass sie erhebliche Schäden am Tragwerk und an der Bauwerksausstattung aufweist, so dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte. Grund ist scheinbar ein Pilzbefall, der für Fäulnisstellen im Bohlenbelag sorgt. Deshalb haben die Stadtwerke Solingen als Eigentümer die Brücke mit sofortiger Wirkung gesperrt.

Die Brücke gehört zum landesweit ausgeschilderten Netz der Radtouren NRW und bildet die Verbindungen von Burg nach Leichlingen und Langenfeld. "Solche eine Brücke sollte man nicht einfach sperren, es muss dringend eine provisorische Lösung her", sagt Reiner Nießen vom Runden Tisch Radverkehr. Für eine schnelle Lösung ist auch Bezirksbürgermeister Axel Birkenbeul: "Entweder man richtet die Brücke wieder her, oder es muss ein Neubau her."

(uwv)
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