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Solingen
Bismarck-Palais im Herbst bezugsfertig

Solingen: Bismarck-Palais im Herbst bezugsfertig
Eine hochwertige Ausstattung bekommen die beiden neuen Häuser des Beamten-Wohnungsbauvereins an der Bismarckstraße. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Der Beamten-Wohnungsbauverein baut 24 neue Wohnungen an der Bismarckstraße mit eigenen Beschäftigten. Von Uwe Vetter

Im Oktober/November wird das erste der beiden neuen Häuser an der Bismarckstraße fertiggestellt sein. "Der andere Block ein bis zwei Monate später", sagt Geschäftsführerin Karin Spiewak-Berg mit Blick auf das Bauprojekt des Beamten-Wohnungsbauvereins, das durchweg von eigenen Leuten der Regiebetriebe hochgezogen wird. 24 neue Wohnungen entstehen im sogenannten Bismarck-Palais, im August/September vergangenen Jahres wurde mit dem Projekt gestartet. Rund 2,2 Millionen Euro investiert die 1912 gegründete Genossenschaft in die beiden Häuser - "bis auf eine Wohnung sind alle anderen schon lange vermietet", sagt Spiewak-Berg. Die künftigen Mieter konnten gar bei der Ausstattung ein Wörtchen mitreden. "Die Zinssituation ist derart günstig, dass wir schon in zwölf Jahren ein Darlehen für den Neubau getilgt haben", sagt die Geschäftsführerin und ergänzt: "Je geringer die Zinsen, desto höher wird getilgt."

Zusammen mit Lars Diederich, der im Beamten-Wohnungsbauverein für Finanzen und Personal zuständig ist, stellte Spiewak-Berg gestern die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015 vor. Kommenden Montag, 20. Juni, 19 Uhr, lädt die Genossenschaft zur Mitgliederversammlung in den Veranstaltungsraum der Stadt-Sparkasse ein.

Dort wird den Teilnehmern auch ein kleiner Film über die verschiedenen Etappen der Bauarbeiten an der Bismarckstraße gezeigt. "Im ersten Haus sind die Bereiche Elektro und Sanitär jetzt fertig, nun kommen dort die Putzer rein und auch die Fußbodenheizung wird installiert", sagt Lars Diederich.

Aber auch Modernisierung und Instandhaltung - insgesamt bewirtschaftet die Genossenschaft 187 Häuser mit 799 Wohnungen - werden nicht vernachlässigt. "Viele unsere Wohnungen sind in einem guten Zustand", sagt Spiewak-Berg, "die Investitionen der vergangenen Jahre zahlen sich jetzt aus, denn es muss deutlich weniger investiert werden, wenn wir freigewordene Wohnungen modernisieren", ergänzt Diederich. 1,5 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr für Modernisierungsmaßnahmen ausgegeben, überdies noch eine Million Euro für Instandhaltung. Unter anderem wurden Speicher ausgebaut und in Wohnfläche umgewandelt, auch 20 Badezimmer wurden auf Vordermann gebracht. Überdies wurde die Geschäftsstelle an der Beckmannstraße 70a umgebaut.

So gut, dass sie beim Tag der Architektur am kommenden Wochenende, Samstag, 25. Juni, 13-16 Uhr, und Sonntag, 26. Juni, 14-16 Uhr, besichtigt werden kann.

Diederich und die Geschäftsführerin sehen den Beamten-Wohnungsbauverein mit seinen jetzt 1224 Mitgliedern gut aufgestellt. Die Eigenkapitalquote beträgt knapp 37 Prozent, die Leerstandsquote lag am Bilanzstichtag modernisierungsbedingt bei einem Prozent. Erzielt wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von rund 457.000 Euro. Als Bilanzgewinn wird ein Betrag von 17.340 Euro ausgewiesen.

Dividende zahlt die Genossenschaft gleichwohl nicht. "Mit dem Geld wird weiter am Bestand gearbeitet", sagt Karin Spiewak-Berg.

Quelle: RP
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