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Solingen
Blackout legt Sparkassen-Automaten lahm

Solingen. Kunden der Stadt-Sparkasse standen gestern vor defekten Geldautomaten. Der Grund: Bei einem IT-Dienstleister hatte es technische Probleme gegeben. Kunden waren mit dem Ersatzservice der Sparkasse an den Schaltern zufrieden. Von Martin Oberpriller, Günter Tewes und Uwe Vetter

Der erste Alarm erreichte die Verantwortlichen der Stadt-Sparkasse Solingen am frühen Morgen. Ein technischer Defekt hat gestern dafür gesorgt, das rund 80.000 Privatkunden des größten Geldinstitutes in der Stadt über mehrere Stunden lang sprichwörtlich auf dem Trockenen saßen. Aufgrund eines Fehlers in der Software streikten sämtliche 109 Automaten der Stadt-Sparkasse.

Die Folgen des elektronischen Blackouts waren im gesamten Solinger Stadtgebiet zu spüren. Die Kunden konnten weder Geld an einem der insgesamt 44 Geldautomaten der Sparkasse abheben. Noch war es ihnen möglich, an den jeweiligen Terminals des Geldinstituts Geld-Überweisungen zu tätigen oder ihre Kontoauszüge auszudrucken.

Vor den Schaltern in den Filialen der Stadt-Sparkasse bildeten sich am Freitagvormittag zwischenzeitlich lange Schlangen. Dabei waren viele Kunden froh, wenigstens auf diese Weise noch an Geld zu kommen. "Zum Glück funktioniert der Service an den Kassen", sagte beispielsweise eine Frau in der Hauptstelle der Sparkasse an der Kölner Straße.

Derweil bemühten sich die Sparkassen-Techniker, das Problem wieder zu beheben. Fieberhaft wurde der Fehler im System gesucht, nachdem zwischenzeitlich bekanntgeworden war, dass weitere Sparkassen von dem Ausfall der Systeme ebenfalls betroffen waren. So standen beispielsweise auch in Remscheid, Wuppertal, Köln sowie Krefeld Kunden vor defekten Geldautomaten. Und in anderen Städten gab es wiederum Probleme beim Online-Banking.

Parallel zu den Bemühungen um eine Fehlerbehebung liefen bei der Stadt-Sparkasse Solingen erste Überlegungen an, was im Fall eines längerfristigen Blackouts zu tun sei. Immerhin stand das Wochenende vor der Tür. Doch am Ende konnten sämtliche Notfallpläne in den Schubladen verschwinden. Denn am Nachmittag gab die Sparkasse Entwarnung.

Gegen 14.30 Uhr funktionierten die Geldautomaten sowie die anderen Terminals wieder. "Die Selbstbedienungsgeräte sind in Betrieb", sagte Martin Idelberger, Sprecher der Stadt-Sparkasse. Wie sich später herausstellte, hatten Probleme beim IT-Dienstleister "Finanz Informatik" zu dem Blackout geführt, von dem in ganz NRW mehrere tausend Automaten betroffen gewesen sein sollen.

Die Stadt-Sparkasse selbst unterhält ein flächendeckendes Netz von 109 Selbstbedienungsgeräten, die im gesamten Stadtgebiet verteilt liegen. Unter diesen Geräten befinden sich auch 44 Geldautomaten, an denen sich die Kunden mit Bargeld versorgen können.

Quelle: RP
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