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Solingen
Bombendrohung am Telefon: Prozess beginnt

Solingen. Es war ein Anruf mit Folgen - die ab heute vor dem Wuppertaler Landgericht verhandelt werden: Am Nachmittag von Rosenmontag des vergangenen Jahres hinterließ ein Mann folgende Nachricht auf dem Anrufbeantworter einer Solinger Krankenkasse: "Hier ist ein angepisster Kunde von Ihnen, der Ihren Drecksladen in die Luft sprengt." Nachdem diese Nachricht am Folgetag abgehört worden war, benachrichtigten Mitarbeiter der Krankenkasse die Polizei, die die Hauptverwaltung der Krankenkasse mit Spürhunden durchsuchte. Dabei wurde jedoch kein Sprengstoff gefunden.

Nun hat die Krankenkasse den Mann verklagt: Aufgrund des Anrufs seien alle Mitarbeiter ab Mittag für den restlichen Arbeitstag freigestellt worden. Dadurch seien unnötige Lohnkosten in Höhe von rund 5780 Euro entstanden. Zudem verlangt sie die Erstattung von Anwaltskosten. Der Angeklagte indes will keine Erinnerungen an das Telefonat haben. Er müsse wohl im betrunkenen Zustand versehentlich die Nummer der Krankenkasse gewählt und "Unsinn" von sich gegeben haben. Beginn der Verhandlung ist um 11.30 Uhr vor der 4. Zivilkammer des Landgerichts.

(mxh)
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