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Solingen
Britischer EU-Austritt bereitet Sorgen

Solingen. Als ein "alternativloses und erfolgreiches Friedensprojekt" bezeichnet der SPD-Landtagsabgeordnete Josef Neumann die Europäische Union. Nach dem Votum der Briten gegen die EU betrachtet Neumann, Vorsitzender des NRW-Ausschusses für "Europa und Eine Welt", die möglichen Folgen mit Sorge. Die Beziehungen zwischen NRW und dem Vereinigten Königreich "sind und bleiben besondere Beziehungen", erklärte Neumann. Diese würden weiter gepflegt werden.

Der bergische Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt (CDU) sagte zum "Brexit", dass die "Folgen nach dem Austritt aus der EU für die Briten sehr viel gravierender sein werden als für die EU". Hardt geht davon aus, dass andere Mitgliedstaaten nicht dem britischen Beispiel folgen werden. "Die EU muss nun beweisen, dass sie handlungsfähig ist. Sie muss sich darauf konzentrieren, die Alltagsprobleme der Menschen zu lösen", sagte der Bundestagsabgeordnete.

"Völlig überrascht" vom Votum des britischen Volkes, die Europäische Union zu verlassen, war der auch für Solingen zuständige Europaabgeordnete Herbert Reul (CDU). "Damit hatte ich nicht gerechnet", sagte der Leichlinger, "nichtsdestotrotz müssen wir diese Entscheidung annehmen und umsetzen". Reul ergänzte: "Wir brauchen jetzt zügig Klarheit über diese Neuformatierung, die im beiderseitigen Interesse liegt."

(uwv)
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