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Solingen
Brücken-Absperrungen in die Wupper geworfen

Solingen. Die Absperrungen an der baufälligen Wupperbrücke Strohn in der Nähe des Tierheims Glüder hat nicht eben lange gehalten. Nachdem das Bauwerk in der zurückliegenden Woche wegen gravierender Schäden auch für Fußgänger geschlossen worden war und vier Absperrgitter den Zugang abriegelten, sind nun drei der Sperren offensichtlich von Vandalen in die Wupper geworfen worden. Von Martin Oberpriller und Uwe Vetter

"Das haben wir bei einer Besichtigung der Brücke bemerkt", sagte gestern der Bezirksbürgermeister von Burg/Höhscheid, Axel Birkenbeul (SPD). Der Sozialdemokrat informierte daraufhin umgehend die Stadt, die die Meldung ihrerseits noch am Dienstagnachmittag an die Stadtwerke Solingen (SWS) als Eigentümerin des über 100 Jahre alten Baus weiterleitete. "Die SWS werden sich darum kümmern, die Absperrungen wieder aufzurichten", hieß es später aus dem Solinger Rathaus.

Derweil hatte es gestern Morgen eine Krisensitzung zwischen Vertretern der Stadt und der Stadtwerke gegeben. In dem Gespräch ging es auch darum, kurzfristige Schritte einzuleiten, um Einschränkungen für Wanderer und Radfahrer zu minimieren. "Gleichzeitig soll eine technische Zwischenlösung geprüft werden", teilte die Stadt am Nachmittag mit.

Wie die aussehen soll, darüber gab es keine näheren Angaben. Auch nicht darüber, wie lange die Brücke gesperrt bleibt. Nach Informationen unserer Zeitung ist aber eine Sanierung der alten Brücke zu teuer. Von daher wird ein Neubau in Erwägung gezogen. Denn Stadt und Stadtwerke sind sich einig, "dass eine Querung des Flusses an dieser Stelle auf Dauer unverzichtbar ist" - zumal über die Strohner Brücke zahlreiche überregionale Wander- und Radwege verlaufen.

Die Stahlbrücke mit ihren Holzbohlen weist Schäden am Tragwerk und an der Bauwerksausstattung auf, so dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Grund ist scheinbar ein Pilzbefall, der für Fäulnisstellen im Bohlenbelag sorgt. Für Wanderer werden in der Zwischenzeit Umleitungen ausgeschildert. Für "den Bergischen Weg" ist eine Umleitung südlich der Wupper zwischen Glüder und der Waldschule, über den mit A1 gekennzeichneten Weg, ausgeschildert (weitere Infos unter "www.bergisches-wanderland.de"). Eine Ausschilderung für Radfahrer soll folgen, teilte die städtische Pressestelle mit.

Quelle: RP
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