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Solingen
Bürger sollen Bürgerbeteiligung planen

Solingen. Solingen redet mit. Unter diesem Label tritt künftig alles auf, was in der Bürgerschaft zur Diskussion gestellt wird. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger systematischer als bisher in Entscheidungsprozesse einzubeziehen, wenn es um Projekte und Vorhaben zur Gestaltung der Zukunft Solingens geht.

Zu welchen Themen und mit welchen Methoden das geschehen soll, auch schon bei diesem entscheidenden Lenkungsprozess sind Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit eingeladen. 14 von ihnen, davon sieben aus Vereinen, Initiativen und Organisationen, und weitere sieben nach einer statistischen Zufallsauswahl, sollen gemeinsam mit sechs Vertreterinnern und Vertretern der Ratsfraktionen und fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung eine Lenkungsgruppe bilden.

Deren Aufgabe ist es, Grundsätze und Leitlinien der Bürgerbeteiligung zu entwickeln und die Umsetzung zu begleiten. Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Stadtdirektor Hartmut Hoferichter sind sich einig: "Es ist unser Anliegen, die Bürgerbeteiligung in Solingen deutlich zu stärken und dabei zu systematisieren."

Die Bürger auch schon bei der Erarbeitung von Rahmen und Regelwerk zu beteiligen, sei ein wichtiger Baustein des gesamten Prozesses. Evelyn Wurm von der Stabsstelle Bürgerbeteiligung hat neben den Ratsfraktionen rund 300 Vereine, Initiativen und Organisationen aus den Bereichen Integration, Jugend/Schule, Kultur, Natur/Umwelt, Sport, Stadtentwicklung und Wirtschaft angeschrieben mit der Bitte, mögliche Vertreterinnen und Vertreter zu benennen.

Aus den Vorschlägen werden sieben Gruppen gebildet und daraus jeweils eine Person per Los ermittelt. Ebenfalls einen Brief erhalten 250 Einwohner, die statistisch nach Alter, Geschlecht und Nationalität der Gesamtbevölkerung Solingens entsprechen. Aus denen, die sich zur Mitarbeit bereiterklären, wählt der Losentscheid wiederum sieben aus.

Eine Auftaktveranstaltung für das neue Gremium findet am Dienstag, 13. September, statt. Letzte Frist für Rückmeldungen ist der 20. Juni. Dies teilt die städtische Pressestelle mit.

(red)
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