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Solingen
Bus-Shuttle für 80 Ohligser Kita-Kinder

Solingen. Weil die Umbauarbeiten an der Elsässer Straße nicht pünktlich zum Start des neuen Kindergartenjahres fertig werden, zieht die Caritas-Kita Don Bosco vorübergehend in ein Ausweichquartier in der Solinger Innenstadt. Von Günter Tewes

Mütter und Väter von Kindern der Caritas-Kita Don Bosco mussten erst einmal tief durchatmen, als sie jetzt beim Elternabend erfuhren, dass sich der Umbau des alten Schulgebäudes an der Elsässer Straße überraschend verzögert: Für die 80 Kita-Kinder kann dort in Ohligs deshalb am kommenden Montag nicht - wie vorgesehen - das neue Kindergartenjahr starten. Damit die Don Bosco-Kinder nicht buchstäblich auf der Straße stehen, hat die Caritas mit Unterstützung der Stadt ein Ausweichquartier organisiert: in der ehemaligen Schule an der Elsa-Brandström-Straße in Mitte.

Ein Bus bringt die Kinder ab Montag von Ohligs in die Solinger Innenstadt, und auch wieder retour. Die Kleinbusse werden bis zu 15 Mal am Tag fahren. "Wir haben Bedarf und Wünsche der Eltern in einem ausgeklügelten Fahrplan umgesetzt", berichtete gestern Silvia Hamacher, beim Caritasverband Solingen/Wuppertal unter anderem für dessen Kindertagesstätten zuständig. Sie freut sich, dass mit dem Fahrdienst des Solinger Vereins Club Behinderter und ihrer Freunde ein kompetenter Partner gefunden werden konnte. Begleitet werden alle Fahrten von pädagogischem Personal der Caritas-Kita. Eltern, die ihre Kinder selber transportieren, erhalten eine Kostenerstattung.

Nach den Worten von Caritas-Direktor Dr. Christoph Humburg ist das Ausweichquartier ab Montag an der Elsa-Brandström-Straße so vorbereitet, damit die 80 Kinder gut untergebracht und betreut werden können. Die Schule in Mitte wurde bis April von der Awo für die Unterbringung von Kita Notgruppen genutzt. Eine Küche, fünf Gruppenräume und dazugehörige Nebenräume, auch für Unterdreijährige geeignete Sanitäranlagen, ein Speiseraum, ein Bewegungsraum sowie ein Außengelände tun den Ansprüchen genüge. Ausgestattet wurde die Kita nun mit den neuen Möbeln, die die Caritas eigentlich in die Elsässer Straße bestellt hatte. Spiel- und Bastelmaterial wurden ebenfalls zum neuen Übergangsdomizil geschafft. "Das Umzugsprogramm ist anspruchsvoll, aber das Team um Kita-Leiterin Martina Grams-Wilkens hatte sich schon darauf eingestellt, die letzten Ferientage tüchtig anzupacken", heißt bei der Caritas.

Christoph Humburg geht davon aus, dass die Übergangslösung für einige Wochen bis Ende September gebraucht wird. Das hatte die Wuppertaler Firmengruppe, unter deren Regie die Modernisierung des Gebäudes an der Elsässer Straße läuft, beim Elternabend in dieser Woche versprochen. "Wir erwarten, dass das Unternehmen dies einhält, und uns das Gebäude in Ohligs für den Kita-Betrieb zum 1. Oktober übergibt", betonte Humburg mit Blick auf die Bauverzögerung bei der Modernisierung.

Die Caritas als Träger der Kita Don Bosco ist Mieter der Immobilie an der Elsässer Straße; so wie bereits seit über 20 Jahren, in denen der Verband den Kindergarten in der ehemaligen Schule Broßhaus betreibt. Im Frühsommer hatte die Firmengruppe aus Wuppertal das denkmalgeschützte Gebäude von der Stadt gekauft und einen offensichtlich zeitlich zu ambitionierten Sanierungsplan für die Sommerferien vorgelegt.

Die Caritas hatte die Bauzeit mit einem Umzug des Kindergartenbetriebs in die Kita St. Joseph in Ohligs während deren dreiwöchigen Betriebsferien und den sich anschließenden obligatorischen eigenen vierwöchigen Betriebsferien überbrückt.

Humburg: "Dass es am kommenden Montag erst einmal kein Zurück in die Elsässer Straße geben kann, hat uns kalt erwischt und ist allein von der Wuppertaler Firmengruppe zu verantworten."

Quelle: RP
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