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Solingen
Caritas-Hilfsangebot feiert Geburtstag

Solingen. Viele Menschen waren in die Räume der Caritas an der Ahrstraße gekommen, um gemeinsam mit den Mitarbeitern den Geburtstag der Suchthilfe in Solingen zu feiern. Den Anfang nahm alles am 1. Juni 1996, als in Solingen Wald die Caritas Suchtberatung ihre Arbeit aufnahm - Tür an Tür mit der städtischen Suchtberatung. Wichtig war der Caritas vor allen Dingen, obdachlose Menschen zu erreichen. So wurde bald eine Außensprechstunde im Café Treff an der Goerdelerstraße eingerichtet. Außerdem wurden eine Frauengruppe sowie eine Männer- und eine Entspannungsgruppe in den Obdachlosenunterkünften gegründet. Von Sandra Grünwald

"Im Jahr 1997 wurde die Angehörigengruppe ins Leben gerufen, die heute noch existiert", erzählte Caritasdirektor Dr. Christoph Humburg bei seinem kurzen Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre der Einrichtung. Im Rahmen von Einzelgesprächen wurde dann im Jahr 2000 auch mit der Beratung von pathologischen Glücksspielern begonnen. Es war dann im Jahr 2005, als Christoph Humburg als kommissarischer Leiter der Suchthilfe tätig wurde. "So konnte ich das Team auch von der anderen Seite kennenlernen", verriet Humburg, der auch die heutige Leiterin Gabriele Kirchner für die Suchthilfe gewinnen konnte.

Bereits drei Jahre vor der Fusion der Caritasverbände Solingen und Wuppertal arbeiteten beide Verbände bei ambulanter Therapie und nachstationärer Begleitung eng zusammen. Die Beratung von Spielern wurde in Solingen weiter aufgebaut.

"Inzwischen ist die Solinger Beratungsstelle auch anerkannte Fachstelle", freute sich Humburg. Mit Spielergruppe, Einzel-, Paar- und Familiengesprächen wuchs die Beratung stetig weiter. In jüngerer Zeit ging die Suchthilfe eine Kooperation mit dem Jobcenter ein, um suchtkranken Menschen, die ALG II beziehen, eine besondere Unterstützung zukommen zu lassen. Außerdem wurde ein Sportprogramm entwickelt. Um die Kinder in Familien mit Suchtkranken bemüht sich das Projekt "Drachenflieger", und auch der ergreifende Vortrag von Prof. Dr. Michael Klein von der Katholischen Hochschule NRW gab einen tiefen Einblick in die Strukturen solcher Familien und die Auswirkungen auf die Kinder.

Danach lasen Teilnehmer der Schreibwerkstatt für suchtkranke Menschen. Nach dem offiziellen Programm wurde der 20. Geburtstag der Caritas Suchthilfe Solingen natürlich alkoholfrei, aber sehr fröhlich gefeiert.

Quelle: RP
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