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Solingen
CDU diskutiert über Autobahn-Anschluss

Solingen: CDU diskutiert über Autobahn-Anschluss
Auf dem Weg von und zur A 3 kommt es immer noch häufig zu Staus. Die CDU verlangt vordringlich einen Ausbau der Kreuzung Bonner Straße(Bild). FOTO: mak
Solingen. Die Partei kritisiert weiter die Situation an der A 3-Zufahrt. Da eine große Lösung, die Anbindung der Viehbachtalstraße an die Autobahn, aber für lange Zeit unrealistisch ist, legt die Union nun den Fokus auf pragmatischere Schritte. Von Martin Oberpriller

Auf der Bonner Straße in Ohligs bot sich gestern einmal mehr das gewohnte Bild. Ab dem frühen Nachmittag standen die Autos zur Rushhour erneut Stoßstange an Stoßstange. Denn auch nach der "Ertüchtigung" der Anschlussstelle zur A 3 im vergangenen Sommer läuft der Solinger Verkehr von und zur Autobahn weiterhin nicht störungsfrei.

Doch während also in Sachen Stau rund um den A 3-Anschluss einstweilen alles beim Alten bleibt, nimmt die Diskussion über eine Verbesserung der Autobahn-Anbindung neue Fahrt auf. So rücken inzwischen auch Teile der CDU in der Klingenstadt von ihrem bisher verfolgten Ziel ab, die Verlängerung der Viehbachtalstraße zur A 3 mittels zweier vierspuriger Straßen zu erreichen.

"Ich glaube nicht, dass dies auf absehbare Zeit eine realistische Option ist", sagte gestern der Bezirksbürgermeister von Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid, Marc Westkämper. Und auch Bernd Krebs, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, äußerte sich skeptisch. "Eine solche große Lösung könnte frühestens in Jahrzehnten kommen", stellte Krebs klar.

Zwar will man in der Union diese große Lösung, also die direkte Verbindung zwischen der Viehbachtalstraße und der A 3, noch nicht endgültig begraben. "Ich halte dies nach wie vor für die beste Möglichkeit, die Probleme in den Griff zu bekommen", betonte beispielsweise der neue CDU-Vorsitzende Sebastian Haug auf Anfrage. Gleichwohl sprach aber auch er sich für eine "pragmatische" Vorgehensweise aus. Haug: "Wir müssen die Staus entschärfen. So wie es im Augenblick läuft, kann es nicht weitergehen."

Denn aus Sicht der CDU hat die kleine Lösung in Form eines Ausbaus der eigentlichen Anschlussstelle nicht für Entspannung gesorgt. "Das brachte kaum etwas", sagte Parteichef Haug, der deshalb wie seine Parteifreunde neue Anläufe zur Entzerrung des Verkehrs fordert.

So wäre es nach dem Dafürhalten der Christdemokraten etwa denkbar, noch einmal die Ampelschaltungen an der Zufahrt auf Langenfelder Stadtgebiet zu überprüfen. Und zudem sollte, so die Union, einige Kilometer weiter auch eine Lösung für die Kreuzung der Bonner Straße mit der Langhansstraße sowie der Verbindungsachse zur Viehbachtalstraße gefunden werden. "Optimal wäre dort der Bau eines Kreisverkehrs", wiederholte Bezirksbürgermeister Westkämper dementsprechend eine alte Forderung seiner Partei.

Dazu muss sich die Stadt jedoch zunächst mit der Nachbarkommune Hilden einigen. Denn egal, ob ein Kreisel oder doch "nur" ein ebenfalls möglicher Ausbau der bestehenden Kreuzung kommt - die Hildener wollen auf jeden Fall verhindern, dass die Langhansstraße später zu einem Schleichweg durch die Ohligser Heide wird.

Zuletzt trafen sich einmal mehr Vertreter beider Städte. Ein Einvernehmen über die Kreuzung Bonner Straße wurde allerdings nicht erzielt. Vielmehr ging es bei dem Gespräch zunächst lediglich um Ampelschaltungen an der Hildener Straße, die ebenfalls eine wichtige Ausfallstraße in Ohligs ist, hieß es jetzt aus dem Rathaus.

Was indes an der Gesamtproblematik genauso wenig ändert wie eine andere Maßnahme, die demnächst in Angriff genommen wird. So will die Stadt mit Hilfe von zusätzlichen Landesgeldern in Kürze die Bonner Straße in Höhe der Einmündung Nußbaumstraße auf einer Länge von 300 Metern sanieren. "Das ist sehr gut für dortigen Anlieger", sagte gestern Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Gleichzeitig betonte der Baudezernent aber auch, dass "die Sanierung des maroden Knotens nur ein erster Schritt auf dem Weg zu weiteren Maßnahmen sein" könne.

Quelle: RP
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