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Solingen
CDU will gemeinsame Geschäftsführung mit Wuppertal

Solingen. Paul Westeppe ist als neuer Geschäftsführer im Gespräch. Das Solinger Parteibüro soll aber erhalten bleiben. Von Martin Oberpriller

Auf der Internetseite der Solinger CDU taucht Dirk Wüstenhagen noch als Geschäftsführer der Partei auf. Doch da Wüstenhagens Vertrag mit Ablauf des vergangenen Jahres nicht mehr verlängert wurde, ist der Posten in Wirklichkeit seit fast zwei Monaten vakant.

Und wird in dieser Form auch nicht mehr auftauchen, wenn es nach Teilen der Partei geht. Denn nachdem Dirk Wüstenhagen vor rund sechs Wochen als gemeinsamer Geschäftsführer der Solinger und Remscheider Christdemokraten aufhörte, schwebt der CDU aus der Klingenstadt jetzt ein Geschäftsführer zusammen mit den Parteifreunden aus der Nachbarstadt Wuppertal vor.

Ein entsprechender Vorschlag wurde gestern Abend bei der Vorstandssitzung der Union besprochen. Ein Entschluss über diese Personalie sei aber noch nicht getroffen worden, sagte CDU-Vorsitzender Sebastian Haug auf Anfrage. Bevor es mit den Wuppertaler Christdemokraten einen gemeinsamen Geschäftsführer gebe, müssten zunächst noch die beiden Kreisverbände ihr Okay geben. Und auch eine Zustimmung der Landespartei sei vonnöten, betonte der Solinger Parteichef.

Tatsächlich sind die Kreisgeschäftsführer der Christdemokraten bei der nordrhein-westfälische CDU angestellt. Als neuer Geschäftsführer für Solingen und Wuppertal wird in Parteikreisen der Solinger Paul Westeppe gehandelt. Der Vorsitzende des CDU-Stadtbezirksverbandes Burg/Höhscheid ist zurzeit bereits Geschäftsführer der Wuppertaler Union und hatte diesen Posten in der CDU der Klingenstadt schon in den 80er Jahren einmal inne.

Zu personellen Weichenstellungen wollte sich Parteichef Sebastinan Haug gestern nicht äußern. Gleichzeitig versicherte der Solinger CDU-Vorsitzende aber, es sei lediglich eine Zusammenlegung der Geschäftsführerposten von Solingen und Wuppertal geplant. "Unsere Geschäftsstelle an der Elisenstraße wird weiter bestehen bleiben", betonte Sebastian Haug im Gespräch mit unserer Redaktion. Und auch die dortigen Angestellten behielten ihre Arbeitsstellen, so der Parteichef.

Dirk Wüstenhagen hatte die Geschäfte der Solinger CDU insgesamt nur ein Jahr geleitet. Er war zwischen der Klingenstadt sowie Remscheid gependelt. Wüstenhagen war zuletzt vor allem in Solinger Parteikreisen umstritten gewesen. Ihm wurde unter anderem eine Mitschuld an der Niederlage des CDU-Kandidaten Frank Feller gegen den heutigen Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) bei der OB-Wahl im zurückliegenden September gegeben.

Quelle: RP
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