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Solingen
Chef von Haus Müngsten muss Ende des Jahres gehen

Solingen: Chef von Haus Müngsten muss Ende des Jahres gehen
Das Haus Müngsten mit Restaurant im Brückenpark. FOTO: Radtke (Archiv)
Solingen. Die Lebenshilfe Solingen strebt in Haus Müngsten einen personellen Neuanfang an. Wie die gemeinnützige Organisation gestern Nachmittag mitteilte, wird der Arbeitsvertrag des bisherigen Geschäftsführers René Splitthoff nicht über den 31. Dezember 2015 hinaus verlängert.

Damit muss Splitthoff den gastronomischen Betrieb im Schatten der Müngstener Brücke nach gerade mal etwas mehr als einem Jahr wieder verlassen.

Als Begründung für diese Entscheidung gab Prof. Susanne Schwalen als erste Vorsitzende der Lebenshilfe an, "die Entwicklung der Geschäftsergebnisse im letzten Jahr" hätten gezeigt, "dass ein Ausbau der Umsätze" unter Splitthoff "nur begrenzt möglich" und eine "noch effizientere Kontrolle der Kosten notwendig" sei. Zwar habe René Splitthoff in Haus Müngsten "viele positive Akzente und Impulse gesetzt" und das Unternehmen auf "einen guten Weg gebracht", betonte Susanne Schwalen. Doch sei nun eine "stringente wirtschaftliche Führung" erforderlich.

Im Klartext: Auch Splitthoff, der 2014 mit dem Ziel angetreten war, in Müngsten seine Erfahrungen im Gastronomie- und Eventbereich erfolgreich umzusetzen, schaffte nicht die Wende in dem Restaurant, das von Beginn an unter seiner etwas einsamen Lage litt. So gab es immer wieder Klagen über die schlechte Busanbindung sowie die zu geringe Zahl an Parkplätzen direkt vor dem Restaurant - alles Punkte, die Lebenshilfe-Chefin Schwalen gestern noch einmal aufzählte. Gebaut wurde Haus Müngsten im Auftrag der Lebenshilfe. Betreiber der Gastronomie ist die Tochtergesellschaft Integra GmbH, deren Geschäftsführer Splitthoff ist. Darüber hinaus ist der Ex-Manager der Agentur Kogag auch Chef der ebenfalls zur Lebenshilfe gehörenden Anders leben Eissporthalle Solingen gGmbH.

(or)
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