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Solingen
Christoph Kühn rückt für Kurzbach in Awo-Vorstand

Solingen. Beim Führungspersonal setzt die Arbeiterwohlfahrt (Awo) auf bewährte Mitarbeiter aus dem eigenen Haus. Christoph Kühn, bislang stellvertretender Geschäftsführer der Awo-Tochter Arbeit & Qualifizierung gGmbH, rückt für Tim Kurzbach nach dessen Wahl zum Oberbürgermeister in den Vorstand des Wohlfahrtsverbandes auf. "Christoph Kühn ist ein Eigengewächs", sagte Iris Preuß-Buchholz. Die Vorsitzende des Präsidiums zeigte sich erfreut, dass die Stelle intern besetzt werden konnte. Eine externe Ausschreibung des Postens hat sich damit erübrigt. Von Günter Tewes

Der 40-jährige Kühn hatte vor sieben Jahren als Leiter des Nordstadtbüros der Awo angefangen. Drei Jahre später wurde der Solinger Prokurist der inzwischen gegründeten gemeinnützigen Arbeit & Qualifizierung. 2013 stieg er dort zum stellvertretenden Geschäftsführer auf und führt nun zudem auch die Geschäfte der 100-prozentigen Awo-Tochter mit 80 Mitarbeitern und neben dem Nordstadtbüro noch die weiteren Standorte an der Konrad-Adenauer-Straße sowie an der Kelderstraße. Sein Stellvertreter ist hier Martin Meuer geworden, ebenfalls seit Jahren bei der Awo.

Kühn teilt sich die hauptamtliche Vorstandsstelle - so wie im Prinzip zuvor der neue Oberbürgermeister Tim Kurzbach - mit Dirk Wiebenga. "Wir können uns absprechen." Nach Wiebengas Worten hat sich diese Doppelbesetzung an der Spitze des Solinger Awo-Kreisverbandes bewährt. 117 Mitarbeiter sind hier noch einmal beschäftigt. Sechs Kindertagesstätten werden koordiniert, zudem ist die Awo Betriebsträger des Rollhauses. Kooperationen mit dem Ganztag der Gesamtschule beziehungsweise der Hauptschule Höhscheid sowie der Carl-Ruß-Schule bestehen. Essen auf Rädern wird unter anderem angeboten, die Begegnungsstätten Georg-Herwegh und Hubertusstraße werden unterhalten sowie eine Erziehungsberatungsstelle. Eingebunden ist der Wohlfahrtsverband neben Caritas und Diakonie auch in das Mehrgenerationenhaus. "Wir sind schon fast so etwas wie ein Konzern", betonte Wiebenga mit Blick auf das insbesondere in den letzten Jahren gestiegene Angebot des Wohlfahrtsverbandes. Im Januar nimmt die neue Gesellschaft Service- und Integration für Gebäudereinigung, Hausmeisterei und Mensa beziehungsweise Catering den Betrieb auf. Von den ersten 17 Mitarbeitern haben acht ein Handicap.

Nach Kühns Worten laufen derzeit Gespräche mit der Stadt über den Neubau einer Flüchtlingsunterkunft. "Das wird keine Notunterkunft". Höchstens 100 Menschen sollen die Wohnungen beherbergen. Für die Awo schließt der neue Vorstandsmann einen weiteren Wachstumskurs nicht aus. "Grundsätzlich werden wir weiter dynamisch bleiben." Wiebenga und Kühn sprechen von einem guten Miteinander der Wohlfahrtsverbände: "In Solingen wird viel gemeinsam gestemmt".

Quelle: RP
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