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Solingen
Christuskirche investiert über eine Million

Solingen: Christuskirche investiert über eine Million
Christuskirche und Gemeindezentrum an der Opladener Straße sollen durch ein Forum miteinander verbunden werden. Der Neubau, so Pfarrer Matthias Clever, bildet nach der Idee eines Marktplatzes künftig die räumliche Mitte des Gemeindelebens. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Zwischen der vergrößerten Kirche in Aufderhöhe und dem umgestalteten Gemeindehaus soll ein neues Forum entstehen. Das geht nur mit Spenden der Gemeinde. Liegen die zu 75 Prozent vor, wird gebaut. Von Günter Tewes

Die Evangelische Kirchengemeinde St. Reinoldi Rupelrath mit gut 2300 Mitgliedern will kräftig investieren. Mehr als eine Million Euro sollen in die Vergrößerung der seit Jahren eigentlich viel zu kleinen Christuskirche an der Opladener Straße fließen und die Umgestaltung des Gemeindehauses, die zudem durch einen Neubau verbunden werden.

"Dieses Forum nach der Idee eines Marktplatzes bildet künftig die räumliche Mitte des Gemeindelebens", erläutert Pfarrer Matthias Clever. "Aufgrund der oft drangvollen Enge und der lauten Geräuschkulisse konnten sich vor allem Senioren nicht mehr auf Begegnungen nach dem Gottesdienst einlassen." Bislang muss die Kirche zudem für größere Veranstaltungen, Empfänge und selbst dem Kirchenkaffee aufwändig um- und ausgeräumt werden - das wäre durch den Neubau nicht mehr nötig. Auch die Verbindung zwischen Gottesdienst und Kindergottesdienst wird durch das Forum verbessert.

Das Presbyterium beschloss einstimmig, das Projekt nach jahrelangen Überlegungen und einem Architektenwettbewerb jetzt konkret anzugehen. 550.000 Euro der Investitionssumme stemmt die Gemeinde aus zweckgebundenen Rücklagen durch frühere Immobilienverkäufe. Die andere Hälfte muss aus Spenden und Zuschüssen kommen. "Das Projekt ist für uns auch ein großer Glaubensschritt, den wir nur dann gehen können, wenn die Gemeinde ihn mitträgt und durch ihre Spendenbereitschaft unterstützt", betont Pfarrer Clever. Mit dem Umbau wird daher erst begonnen, wenn 75 Prozent der benötigten Spenden eingegangen sind oder verbindlich zugesagt wurden. Auch ohne Um- und Neubau müsste die Gemeinde Geld in ihre Gebäude investieren: Längst nötige Renovierungen wurden wegen der offenen Baufrage seit Jahren zurückgestellt.

"Wir sehen in dem Projekt eine Chance, gute Bedingungen und angemessenen Lebens-Raum auch für die künftige Gemeindearbeit zu schaffen und Menschen weiter hierhin einladen zu können", sagt Pfarrer Clever. "Christliche Gemeinden werden als heilsame Orte mit gelebter Gastfreundschaft immer wichtiger in einer Zeit, in der Glaube an Gott für viele nur schwer zugänglich ist." Der Gottesdienstraum der Christuskirche wird nach den Plänen zum Seitensaal hin geöffnet, störende Säulen werden entfernt. Mehr Platz um den Altar soll künftig auch das Abendmahl in einem großen Kreis ermöglichen. Eltern mit kleinen Kindern können dank eines Spielbereichs mit durchsichtiger, mobiler Trennwand am Gottesdienst teilnehmen. Für eine deutlich bessere Energieausnutzung soll unter anderem eine neue Heizung sorgen.

Im Gemeindehaus wird die Küche in die Nähe des großen Saals verlegt, so dass sie für alle Veranstaltungen nutzbar ist. Das Obergeschoss wird komplett renoviert - den Jugendbereich im Untergeschoss hatten die jungen Leute vergangenes Jahr bereits in Eigenleistung in Schuss gebracht.

Für den Herbst ist eine Gemeindeversammlung geplant, auf der der weiter bearbeitete Entwurf des Wuppertaler Architektenbüros und ein Finanzierungsplan vorgestellt werden sollen. Der Förderverein der Evangelischen Kirchengemeinde St. Reinoldi Rupelrath hat für die Baumaßnahme bereits ein eigenes Spendenkonto eingerichtet. Ein großer Teil der laufenden Gemeindearbeit wird mittlerweile bereits über Spenden finanziert.

Quelle: RP
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