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Solingen
Dank vieler Förderer blüht der Botanische Garten auf

Solingen. Stiftung zahlt jedes Jahr 25.000 Euro an die Stadt; mittlerweile sind 300.000 Euro zusammen gekommen. Von Maxine Herder

Es war der zwölfte Scheck, den Matthias Nitsche, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Botanischer Garten, am Samstag an die Stadt übergeben konnte: Seit zwölf Jahren zahlt die Stiftung jedes Jahr 25.000 Euro zur Reduzierung der Betriebskosten an die Stadt. 300.000 Euro sind so mittlerweile zusammen gekommen - eine eindrucksvolle Summe, gerade für eine ehrenamtlich arbeitende Stiftung mit 530 Mitgliedern.

"Natürlich sind wir stolz darauf, dass es uns jedes Jahr gelingt, diese Summe aufzubringen", sagte Matthias Nitsche. Und die Stiftung leistet, neben der aufwendigen Pflege und einer Reihe von erfolgreichen Veranstaltungen, noch viel mehr: Rund 85.000 Euro spart die Stadt jedes Jahr durch den Einsatz der Ehrenamtler.

"Etwa die Hälfte davon sind Finanzmittel, die die Stadt von uns bekommt. Die andere Hälfte ergibt sich beispielsweise durch die Pflege, die wir erbringen", so Nitsche. Rechne man Renovierungen hinzu, die die Stiftung durchführe, komme man auf etwa 100.000 Euro, die die Stadt nicht ausgeben müsse.

An diesem Wochenende war es Oberbürgermeister Tim Kurzbach, der, erstmals in neuer Funktion, in den Garten kam, um den Scheck der Stiftung im Rahmen der Veranstaltung "Kunst im Advent" entgegenzunehmen.

"Wir sind sehr dankbar für dieses außerordentliche Engagement, das wir nicht als selbstverständlich nehmen. Wie Sie die Stadt unterstützen, ist beispielgebend", sagte Kurzbach. Und der Oberbürgermeister brachte noch eine andere wichtige Botschaft mit: "Ich kann Ihnen zusichern, dass Stadtdirektor Hartmut Hoferichter und ich der festen Überzeugung sind, dass wir im Hinblick auf die Gewächshäuser, die Sie erwerben wollen, eine Lösung hinbekommen werden. Wir werden hier, gemeinsam mit dem Klinikum und dem Palliativen Hospiz, etwas tolles Neues schaffen."

Alle drei Einrichtungen hatten Interesse an Teilen eines Grundstücks geäußert, das die Stadt verkaufen will (wir berichteten). Nachdem noch Ende vergangenen Jahres unklar war, wie es mit dem Botanischen Garten weitergeht - die Stadt plante angesichts leerer Kassen, den Rotstift bei ihren Ausgaben für das Areal anzusetzen - blicken Matthias Nitsche und seine Mitstreiter jetzt positiv in die Zukunft. "Wir bekommen eine sehr große Resonanz aus der Bürgerschaft und erfahren viel Unterstützung, was uns sehr freut."

Zu diesen Unterstützern gehört auch Dr. Annette Busse: 1000 Euro hat sie durch den Verkauf von Marmeladen und Gelees eingenommen und am Wochenende an die Stiftung übergeben.

Für das kommende Jahr hat die Stiftung bereits etliche Pläne: "Wir planen freies W-Lan vor und in den Gewächshäusern. Der Bücherschrank, der durch Vandalen zerstört wurde, soll wieder aufgebaut werden, außerdem wird das Aquarium erneuert und der Iris-Garten saniert. Zudem sammeln wir für die Restaurierung des denkmalgeschützten Tropenhauses."

Quelle: RP
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