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Solingen
Das Bergische ist eine Region mit Zukunft

Solingen: Das Bergische ist eine Region mit Zukunft
Werner Koch und Michael Schulte (v.l.). nutzten gestern beim Innovations- und Bildungskongress die Gelegenheit, über 3D-Druck zu informieren. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Dritter Bergischer Innovations- und Bildungskongress im Gründer- und Technologiezentrum am Grünewald. Von Uwe Vetter

Die 3D-Druck-Technologie ermöglicht ganz neue industrielle Anwendungen. Ob neue Produkte aus Kunststoff oder Metall entwickelt werden - für die 3D-Druck-Technologie kein Problem. "Und sie ist vor allem schneller und kostengünstiger", sagt Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung.

Mitglieder des Netzwerkes 3D-Druck Solingen, das von der Wirtschaftsförderung koordiniert wird und dem mittlerweile 35 Unternehmen angehören, nutzten gestern die dritte Auflage des Bergischen Innovations- und Bildungskongresses im Gründer- und Technologiezentrum (GuT) am Grünewald, um völlig neues 3D-Druckmaterial zu testen und den Kongressteilnehmern diese Innovationen im Rahmen des Treffens im Lieferkontor zu präsentieren.

Zuvor kamen die Kongressteilnehmer im Veranstaltungssaal des GuT zusammen. "Zukunftsstandort Bergisches Land", so lautete der Titel der Veranstaltung. Bevor sich die Teilnehmer in drei Workshops zurückzogen und sich mit "den Kernkompetenzen des Bergischen", so die Moderatorin Prof. Dr. Anke Kahl, auseinandersetzen (Werkzeuge/Maschinenbau, Werkzeuge/Schneidwaren und Automotiv), betonte Oberbürgermeister Tim Kurzbach: "Man muss Neues wagen, um den Wandel vollziehen zu können."

Das gelte nicht nur für Solingen, sondern für das Bergische insgesamt. Und der Wandel, so Kurzbach, müsse gemeinsam gestaltet werden. "Alles läuft stets auf die Frage hinaus: Was bringt unsere Region voran?", sagte Kurzbach. Das sei die entscheidende Frage, die beantwortet werden müsse. Dabei gehe es um einen Wettbewerb der erfolgreichsten Ideen. "Stillstand oder Blockade brauchen wir aber nicht", sagte der Oberbürgermeister. Dass Innovation und Bildung aufs Engste zusammengehören, dies betonte auch der Rektor der Bergischen Universität, Prof. Dr. Lambert T. Koch. "Die Region ist nur dann erfolgreich, wenn sie ihre Kräfte bündelt. Die Stärken müssen in einen Topf geworfen werden", so der Uni-Rektor.

Das sieht auch IHK-Präsident Thomas Meyer so. Ebenso wie Oberbürgermeister Tim Kurzbach sprach sich der Unternehmer dafür aus, Flüchtlinge nicht nur mit Unterkunft und Verpflegung zu versorgen, sondern auch dafür sorgen, dass sie in die Gesellschaft integriert werden. "Bildung vermitteln, das ist wichtig. Die Menschen ausbildungsreif machen, darauf kommt es an", so der IHK-Präsident. Davon profitieren nicht nur die Unternehmen im Bergischen, sondern auch die Flüchtlinge.

Dass im Bergischen in Sachen Bildung und Innovation viel geleistet werde, das hob Svenja Schulze hervor. Für die NRW-Wissenschaftsministerin ist ohnehin klar: "In NRW entscheidet sich Deutschlands Zukunft." Die stark mittelständisch geprägte Wirtschaft mit ihrer Innovationskraft sorge dafür, "wir haben auch die dichteste Forschungslandschaft in Europa", ergänzte die Ministerin, die zum dritten Mal zum Bergischen Innovations- und Bildungskongress gekommen war.

Der wurde erneut von der Bergischen Transferrunde veranstaltet, eine "Strippenzieherin", wie Anke Kahl sagte, "die auch Transfererfolge sichtbar macht". Zu dieser Runde zählen die Universität Wuppertal, die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, das Solinger GuT und das Technologiezentrum Wuppertal. Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in der Region voranzubringen und die Innovationsfähigkeit der Unternehmen zu stärken.

Im Workshop Werkzeug/Schneidwaren gaben beispielsweise Prof. Dr. Peter Gust, Inhaber des Lehrstuhls Konstruktion an der Bergischen Uni, und der Solinger Schneidwaren-Unternehmer Hartmut Gehring die Impulsreferate für Zukunftstechnologien in der Metallverarbeitung. Denn klar ist: Die Zusammenarbeit vor Ort und in der Region ist von maßgeblicher Bedeutung.

Nur wenn es gelingt, wissenschaftliches Know-how in neue Produkte und Verfahren umzusetzen, wird es den Firmen möglich sein, den Innovationsvorsprung und damit die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Quelle: RP
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