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Solingen
Das Handwerk baut an einer neuen Zukunft

Solingen: Das Handwerk baut an einer neuen Zukunft
Der Solinger Kreishandwerksmeister und Bauunternehmer Kai Buschhaus hat den Anstoß für die Fusion gegeben. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Die Kreishandwerkerschaften von Solingen und Wuppertal fusionieren zum 1. Januar 2016. Gestern Abend wurden im Theater und Konzerthaus die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Von Uwe Vetter

Überlegungen zu einer Fusion der Kreishandwerkerschaften Solingen und Wuppertal gab es schon vor einem Jahrzehnt. "Doch das scheiterte damals an Ehrenamtlichen wie Hauptamtlichen in den Innungen und Geschäftsstellen", sagt Kai Buschhaus. Der Bauunternehmer und derzeitige Kreishandwerksmeister aus der Klingenstadt hat indes im Herbst 2014 einen neuerlichen - und letztlich erfolgreichen - Fusionsanlauf unternommen, der gestern Abend im Theater und Konzerthaus besiegelt wurde: Ab dem 1. Januar 2016 sind die Kreishandwerkerschaften von Solingen und Wuppertal unter einem Dach - eine rechtliche Einheit. Dies beschlossen die Innungsvertreter aus beiden Städten mit großer Mehrheit.

Kreishandwerksmeister wird der Wuppertaler Glasermeister Arnd Krüger, sein Stellvertreter Kai Buschhaus. "Die Fusion macht Sinn, ohnehin sind einige unserer Innungen schon über die Stadtgrenzen hinaus organisiert", sagt der Jurist Falk Niederlehner, der die Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal übernimmt.

Der Wuppertaler Glasermeister Arnd Krüger wird Kreishandwerksmeister von Solingen-Wuppertal. FOTO: privat

Die Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft an der Heinestraße bleibt ebenso erhalten wie die in Wuppertal. "Auch die Innungen bleiben selbstständig und autark, alle profitieren aber künftig von der gemeinsamen Verwaltung", betont Kai Buschhaus. Er sieht durch den Zusammenschluss für das Handwerk in den beiden bergischen Großstädten eine Menge Synergieeffekte und eine bessere personelle Aufstellung. "Wuppertal bringt beispielsweise einen sehr aktiven Kreislehrlingswart mit ein, davon werden wir profitieren", sagt der Bauunternehmer.

Abnehmende Mitgliederzahlen in den Innungen waren mit ein Grund, die Fusion auf den Weg zu bringen, aber auch eine stärkere Präsenz im politischen wie im handwerklichen Bereich. Zudem ein wirtschaftlicher Nutzen, weil in Kürze Mitarbeiter der Kreishandwerkschaft in den Ruhestand verabschiedet werden und in Solingen ohnehin der Geschäftsführerposten vakant war. "Wir erhalten künftig eine bessere Präsenz und Aufstellung", sagt Kai Buschhaus. Er betont, dass Veranstaltungen wie beispielsweise die Solinger Autoschau der Kfz-Innung auch künftig angeboten werden.

Der Solinger Kreishandwerkerschaft gehören derzeit 15 Innungen mit rund 700 Betrieben an, in Wuppertal sind 850 Firmen in 17 Innungen organisiert. In beiden Städten zusammen gibt es rund 6500 Handwerksbetriebe.

Quelle: RP
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