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Solingen
Das Motto lautet: "Der Widerborst"

Solingen. Die Bergischen Symphoniker spielen Pfitzner, Strauß und Beethoven.

Unter dem Motto "Der Widerborst" steht das 3. Philharmonische Konzert der Bergischen Symphoniker am 27. September um 19.30 Uhr im Konzertsaal Solingen. Jeder der drei Komponisten des Abends war "Der Widerborst", jeweils in höchst eigener Prägung. Hans Pfitzner macht bis heute mit seinen polemischen Schriften fast mehr von sich reden denn mit seiner der Tradition verbundenen Musik. Auch Richard Strauss' wechselhaftem Werk wohnt eine renitente Attitüde inne. Ludwig van Beethovens beißender Humor schließlich, sein sprödes Wesen, das ihn zu keinem angenehmen Zeitgenossen machte, ist sogar legendär.

Eröffnet wird das Konzert mit dem Scherzo für Orchester von Hans Pfitzner. Noch über ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod bleibt der Komponist und damit sein Werk umstritten. Er blieb zeitlebens ein Nationalist und unbelehrbarer Antisemit. Trotzig vermengte er Musik mit Politik und legte sich mit jedem an und beschwerte sich sogar bei den Nationalsozialisten über zu wenige Aufführungen. Erfolgreich verdarb er es sich mit allen und jedem.

Die Burleske für Klavier und Orchester d-Moll komponierte Richard Strauss für seinen Mentor der, obwohl er ein hervorragender Pianist war, es mit den Worten ablehnte, das Stück zu spielen: "Jeden Takt eine andere Handstellung - glauben Sie, ich setze mich vier Wochen hin, um so ein widerhaariges Stück zu studieren?" Solist der Symphoniker ist der Pianist Joseph Moog.

Nach der Pause steht die Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93 von Ludwig van Beethoven auf dem Programm. Diese Symphonie entstand direkt im Anschluss an die 7. Symphonie, vom Frühjahr bis Herbst 1812. Anfänglich als Klavierkonzert konzipiert, nutzte Beethoven das Material für eine seiner kürzesten Symphonien. Einen Einführungsvortrag zum Philharmonischen Konzert hält Astrid Kordak um 18.45 Uhr.

(mit)
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