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Solingen
Das Osterei vereint in Burg alle Generationen

Solingen: Das Osterei vereint in Burg alle Generationen
Start in Unterburg: Hier waren die Ostereier aller 40 Teilnehmer noch heil, die auf einem Löffel nach Oberburg gebracht werden mussten. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Bei der fünften Auflage des Osterlaufs versuchten 40 Teilnehmer ihr Glück. Kaum ein Ei überstand den Weg von Unter- nach Oberburg unbeschadet. Von Sandra Grünwald

Kaum hat Frank Feller, der Oberbürgermeisterkandidat der CDU, das obligatorische "Auf die Plätze, fertig, los !" gerufen, als auch schon die bunte Menge vorwärtsstürmt. Ob groß oder klein, ob alt oder jung, alle haben eins gemeinsam - das orangegelbe Osterei auf dem Löffel, das am Nachmittag des Karsamstags ganz besonders leuchtend in der Frühlingssonne glänzte.

Bereits zum fünften Mal wurde der Ostereierlauf von Unterburg nach Oberburg gestartet, organisiert von der Malteser-Jugend, die auch die Streckenposten stellte. "Ich freue mich, dass so viele sehr junge, aber auch ältere Leute mit dabei sind", erklärt Wolfgang Guenther, Pressreferent des Malteser-Hilfsdienstes. Das Osterei vereint eben alle Generationen. Und es zieht die Familien nach Burg. Das ist auch gewünscht. Vor allem von den ansässigen Gewerbetreibenden, die erstmals die Idee für einen solchen Ostereier-Wettlauf hatten. "Es wurde überlegt, wie man Familien nach Burg bringen kann mit einer Veranstaltung, die sie kein Geld kostet", erinnert sich Guenther. Wie gut das funktioniert, zeigt, dass auch aus der Nachbarstadt Remscheid etliche Teilnehmer gekommen sind.

Die Strecke ist anspruchsvoll. Immerhin gilt es, vom Brezel-Denkmal bis zum Waffelhaus eine enorme Steigung zu überwinden. Doch Schummeln lässt der mächtige Osterhase Wolfgang Guenther nicht gelten. "Vergangenes Jahr musste ich eingreifen", verrät er. "Da kamen sie mit großen, selbstgebastelten Holzlöffeln an." Auch die Eier können nicht einfach ausgetauscht werden. Da sie jedes Jahr von der CDU gespendet werden, haben sie alle die gleiche Farbe und einen Aufdruck. Kommt denn da überhaupt ein Ei heil oben an ? Birgit Guenther schüttelt mit einem Schmunzeln den Kopf. "Kaum", meint sie, "die rennen ja da hoch."

Weil der Lauf immer so schnell beendet war, dass es noch nicht einmal der Osterhase mit seinem Ostermobil rechtzeitig zum Ziel geschafft hat, wurden nun zwei Stationen eingerichtet. "An der ersten Station müssen die Teilnehmer ein Geschicklichkeitsspiel machen", sagt Wolfgang Guenther. Die zweite Station verbindet dann das Anliegen der Malteser mit der Freude am Wettkampf, denn hier galt es - natürlich kindgerecht - Erste Hilfe zu leisten. "Pflaster aufkleben zum Beispiel", so Wolfgang Guenther.

Seine Frau Birgit führte die Anmeldelisten. "Es sind genau 40 Teilnehmer an den Start gegangen", freut sie sich und fügt hinzu: "Und es waren einige Wiederholungstäter dabei." Schließlich lohnt die Anstrengung, denn es gibt verlockende Preise zu gewinnen, wie eine Bergische Kaffeetafel, ein Essen für zwei, Eis oder einen Brezelorden. Die Burger freuen sich, dass mit den kleinen, kreativen Veranstaltungen immer wieder Leben in den Stadtteil kommt. Doch das Wichtigste ist, wie der Osterhase betont: "Der Spaß steht im Vordergrund".

Quelle: RP
 
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