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Solingen
Das weiße Känguru ist ein Hingucker in der Gräfrather Fauna

Solingen: Das weiße Känguru ist ein Hingucker in der Gräfrather Fauna
Das Albino-Känguru "Schneewittchen" ist von seinen braunen Artgenossen direkt akzeptiert worden. FOTO: Kempner
Solingen. Der Tierpark steht wirtschaftlich auf einer soliden Basis, braucht aber auch weiterhin die Unterstützung der Solinger. Von Günter Tewes

Erst seit wenigen Tagen ist das weiße Känguru in der Fauna. Und schon entwickelt sich "Schneewittchen", wie es vom Team des Gräfrather Tierparks getauft worden ist, zu einem Publikumsliebling. "Die Besucher, vor allem die Kinder, sind ganz begeistert", sagte Wolfgang Ackermann, Vorsitzender des Tierpark-Vereins.

Mittwoch war das ein Jahr alte "Albino"-Bennett-Känguru eingetroffen und ist von seinen beiden Artgenossen freudig empfangen worden. Bennetts leben im Osten und Südosten Australiens und auf Tasmanien. Ein weißes Känguru ist eine Besonderheit. Jedenfalls ist es seltener als die beiden anderen rotbraunen Kängurus in dem Fauna-Gehege.

"Schneewittchen" war zusammen mit einem Skudden-Schaf, einem neun Monate alten Lamm, aus dem Tierpark Hamm in die Fauna gekommen. "Nach kurzem Umschauen futterten sie bereits das erste bergische Gras", berichtete Tierparkleiterin Christina Farke. Das schwarze Skudden-Schaf, eine neue Rasse in der Fauna, heißt "Blacky" und lebt vorerst mit den Minischafen zusammen. Mischlinge kann es laut Farke nicht geben. "Denn unsere beiden Schafböcke sind kastriert, und Blacky ist bereits trächtig vom Zuchtbock in Hamm." Es wird noch weitere Neuzugänge in der Fauna geben: Gestern holte Christina Farke im Tierpark Dessau ein Storchen-Weibchen ab, damit der fünfjährige "Jupiter" nicht mehr alleine auf der Wiese steht. "Seine Dame war ihm vor zwei Jahren getürmt, und konnte nicht wieder eingefangen werden", erzählte Farke. Seine neue Artgenossin ist vier Jahre alt und hatte bei ihren ersten Flugversuchen einen Flügelbruch erlitten. Seitdem kann sie nicht mehr fliegen.

Auf dem Rückweg wollte die Fauna-Leiterin noch die Wildtierstation Sachsenhagen anfahren. Dort saß ein junges Weißbüscheläffchen. Aus schlechter Haltung beschlagnahmt, wartete es auf ein neues Zuhause. Ebenso ziehen außerdem Reptilien aus Sachsenhagen in die Fauna, die nach kurzer Quarantäne dann auch in den Terrarien zu sehen sein werden.

Zwischen 60.000 und 70.000 Besucher kaufen jährlich ein Tagesticket für den Tierpark an der Gräfrather Lützowstraße. Hinzu kommen noch viele Schülergruppen sowie zahlreiche Stammbesucher mit einer Zehner- beziehungsweise Jahreseintrittskarte. Der Betrieb trägt sich. Wirtschaftlich steht die Fauna auf einer soliden Basis, erklärte der Vorsitzende Wolfgang Ackermann. Weitere Investitionen, so Ackermann, könnten jedoch nur ge-stemmt werden, wenn die Solinger den Tierpark auch in Zukunft unterstützen.

Quelle: RP
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