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Solingen
Der alte Klopp-Bau in Wald wird jetzt komplett neu gestaltet

Solingen. Bereits zum 21. Mal fand am Wochenende der "Tag der Architektur" statt, organisiert von den Architekturkammern der einzelnen Bundesländer. Unter dem Motto "Architektur für alle!" konnten Neu- und Umbauten, Parks und andere Projekte besichtigt und so Architektur hautnah erlebt werden.

Viele der Gebäude sind normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Allein 325 verschiedene Objekte öffneten in Nordrhein-Westfalen ihre Tore. In Solingen luden vier Bauherren und Architekten zu Besichtigungen ein.

So konnte das neugestaltete Verwaltungsgebäude des Beamten-Wohnungsbauvereins in der Solinger Südstadt besucht werden, der vom Architekten Andreas Müller konzipiert wurde. Auch die Firma Wigger stellte ihren neuen Firmensitz in Gräfrath vor, den die Architektin Tanja Groß-Haug durch Glasfronten hell und freundlich gestaltet hat. Ein Einfamilienhaus mit Pultdach an der Beethovenstraße wurde von den Architekten Norbert Hansmann und Kathrin Altenhofen entworfen. Der Neubau ist klar in einen Wirtschafts- und einen Wohn-/Schlafbereich eingeteilt und in Holzrahmenbauweise errichtet worden.

Überrascht wurden die Besucher beim Betreten der Büroräume der Göttling Immobilien GbR im großen Gebäudekomplex an der Obenitterstraße in Wald. "Die Älteren kennen es als Klopp-Bau", sagt Stefan Göttling, gemeinsam mit Max Göttling der Bauträger der Anlage. Das Gebäude im 1950er-Jahre-Stil soll noch in diesem Jahr völlig umgestaltet werden. "Wir haben innen angefangen und machen außen weiter", erklärt Architekt Rolf Vierkötter lächelnd, "alles auf einem sehr hohen Niveau."

Das ist den Räumen anzusehen. Die Wände der Büros sind vollständig aus Glas. "Ich wollte es leicht und offen haben, ohne Rahmen", verrät Stefan Göttling. Um einen kleinen Sichtschutz zu schaffen, wurden die Skylines verschiedener Städte mittels lichtdurchlässiger Folie auf die Glasfronten aufgeklebt. "Die Griffe der Türen haben wir extra designen lassen", sagt Göttling. Insgesamt wurden viele Kleinigkeiten zu einem eindrücklichen Gesamtbild zusammengefügt. Der Boden gehört auch dazu. "Wir haben auf den 350 Quadratmetern Vinylboden verlegt", erzählt Achim Loos von Loos Fußbodentechnik, "der ist im Moment sehr trendig."

Natürlich darf auch die neuste Technik nicht fehlen. "LED-Technik, Klimaanlage", zählt Vierkötter auf. Im August soll die Sanierung des Gebäudes beginnen. "Es wird eine Belüftungsanlage installiert, der Eingangsbereich wird neu gestaltet, die Fassade wird mit Alu verkleidet", verrät der Architekt. Bilder machen das "Vorher" und "Nachher" deutlich. Rund eine Million Euro will der Bauträger investieren, wie Stefan Göttling betont: "Es soll ein Highlight für Solingen und für Wald werden."

(sue)
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