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Solingen
Der Aufwärtstrend bei der Freiwilligen Feuerwehr hält an

Solingen. Die Solinger Löscheinheiten zählen erneut etwas mehr aktive Mitglieder als im Vorjahr. Die Anzahl der Brandeinsätze lag im Jahr 2014 niedriger als davor. Von Alexander Riedel

Wieder einmal zollte Frank-Michael Fischer, Chef der Solinger Berufsfeuerwehr, den ehrenamtlichen Kollegen ein großes Lob: "Es war eine tolle Zusammenarbeit." In seinem Bericht ließ er bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in der Feuerwache III in Wald die zum Teil spektakulären Großeinsätze des vergangenen Jahres Revue passieren: Der Brand der Erotik-Disco Beverly, der eine Vielzahl an Einsatzkräften auf Trab hielt, durfte dabei genauso wenig fehlen, wie der Einsatz beim Unwetter "Ela" im Sommer.

Dabei hatte Fischer auch einige erfreuliche Zahlen im Gepäck: 2014 brannte es in Solingen insgesamt weniger als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der Brandeinsätze sank von 395 auf 343. Einen Anstieg konnte Fischer hingegen bei der Zahl der freiwilligen Einsatzkräfte vermelden: In den acht Löscheinheiten sowie im Umweltschutzzug, in der Fachberatung Galvanik und der Notfallseelsorge engagierten sich zum Jahreswechsel insgesamt 245 Mitglieder - immerhin sechs mehr als im Vorjahr und sogar 15 mehr als im Jahr 2012.

Trotz einer Fülle an zusätzlichen Freizeitbeschäftigungen scheint insbesondere das Interesse Jugendlicher an der Feuerwehr wieder zuzunehmen: 90 Mitglieder zählte am Jahresende die Jugendfeuerwehr. "Auch das ist ein leichter Anstieg", erklärte Karlheinz Rehborn, Sachbearbeiter Freiwillige Feuerwehr. Lediglich die Löscheinheiten 4 aus Merscheid und 8 aus Burg fallen mit weniger als 20 Mitgliedern ein wenig aus dem Rahmen. "Das hat aber einfach mit dem kleineren Einzugsgebiet zu tun", sagte Rehborn, der 15 Jahre lang als eine Art Bindeglied zwischen der Freiwilligen und der Berufsfeuerwehr fungierte und im Herbst in den Ruhestand gehen wird.

Frank-Michael Fischer verlieh dem 59-Jährigen die Ehrennadel und bescheinigte ihm einen wesentlichen Beitrag zur gut funktionierenden Partnerschaft zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften.

Die zog Ende des vergangenen Jahres auch das Interesse der Politik auf sich: So hatte sich die CDU-Ratsfraktion dafür stark gemacht, die Freiwilligen öfter zur Entlastung der Berufsfeuerwehr heranzuziehen. Einen größeren Bedarf sieht die Verwaltung allerdings nicht: Aus der Beantwortung einer entsprechenden Anfrage der Piratenpartei vom Dezember geht zum Beispiel hervor, dass im Jahr 2014 bis dato an 29 Tagen Ehrenamtler in Funktionen der Berufsfeuerwehr eingesetzt wurden. Auch für die Zukunft sei diese Art der Verstärkung nur selten notwendig, hieß es.

"Die Freiwilligen sind jetzt schon jetzt sehr gut eingebunden", ergänzte Karlheinz Rehborn am Rande der Jahreshauptversammlung. Gerade bei Einsätzen zur Rettung von Menschenleben könnten die hauptamtlichen Feuerwehrleute ohnehin viel schneller vor Ort sein als die anderweitig berufstätigen Freiwilligen.

Quelle: RP
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