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Theater und Konzerthaus
Der Aufzug im Theater ist betriebsbereit

Theater und Konzerthaus: Der Aufzug im Theater ist betriebsbereit
Über die Gestaltung des freigelegten Bunkers am Theater und Konzerthaus wird der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klima und Mobilität nach den Sommerferien entscheiden. Ein Abriss wäre nur unter größtem finanziellem und technischen Aufwand möglich. FOTO: Martin Kempner
Solingen. In den Sommerferien bekommt das Theater und Konzerthaus eine neue Toilettenanlage. Handlungsbedarf gibt es für den freigelegten Bunker. Von Uwe Vetter

Der Aufzug im Theater und Konzerthaus fährt - endlich. Wochenlang musste auf eine spezielle Bodenplatte gewartet werden. Die Platten aus schwarzem Kalkstein waren eigens geordert worden, um einen optischen Gleichklang mit dem Steinbodenbelag des Theaterfoyers zu erreichen. Mittlerweile sind die Platten im Aufzug verlegt und auch der TÜV war vor Ort: "Die Tests sind abgeschlossen, der Aufzug ist betriebsbereit", freut sich Jörg Pauli vom Kulturmanagement.

Zur heutigen Ratssitzung und am kommenden Samstag, wenn die Abschlussgala der Walder Theatertage im Pina-Bausch-Saal ansteht, kann der gläserne Lift, der insgesamt 336.000 Euro gekostet hat - 80 Prozent kommen vom Land aus Mitteln der Städtebauförderung - hoch in die erste Etage des Theater und Konzerthauses von Besuchern genutzt werden. Vor der Sommerpause sind die Bergischen Symphoniker noch im großen Konzertsaal. Von Beirut ins Bergische lautet der Titel des Konzertes am 20. Juli. Konzertbesucher, die schlecht Treppen steigen können, haben überdies Gelegenheit, bequem mit dem neuen Aufzug eine Etage höher zu fahren.

Während sich die Hängepartie mit dem Aufzug in Wohlgefallen aufgelöst hat, sind die Bauarbeiten im Umfeld des Theater und Konzerthauses gut auf dem Weg. "Einige Kleinigkeiten müssen noch abgeschlossen werden", sagt Pauli. Bauzäune wurden rund um die Bereiche aufgestellt, wo neuer Rasen gesät wurde. Die barrierefreien Zugänge sind allesamt fertiggestellt. "Es sieht gut aus", sagt der Mitarbeiter des Kulturmanagements, bis Freitag sollen die Abschlussarbeiten erledigt sein. Dazu gehört auch noch ein kleiner Bereich im neu angelegten Innenhof des Theater und Konzerthauses. "Die Gestaltung des Atriums ist mehr als gelungen", findet Jörg Pauli, "und der Aufzug fügt sich hier wunderbar ein".

Die Umfeldverbesserungen rund ums Theater und Konzerthaus, der Aufzug und das neu gestaltete Atrium - "das alles tut dem Haus und der Stadt gut", meint Jörg Pauli.

Vorbei ist jetzt auch die leidige Diskussion um die Treppe/Trampe. Der Planungsausschuss hat die in den vergangenen Jahren zum Teil hitzig geführte Auseinandersetzung beendet. Die Fraktionen empfahlen den heute zusammenkommenden Ratsmitgliedern, einen Beschluss vom vergangenen Jahr aufzuheben. Der sah eine Rampe hoch zum Kassenhäuschen des Theater und Konzerthauses vor. Konsens ist allerdings seit Monaten, dass die neu angelegten geschwungenen Wege von der Haltestelle sowie von der neuen Fußgängerampel völlig ausreichend sind. Barrierefrei ist auch der Zugang von den Parkplätzen Burgstraße hin zum Haupteingang des Theater und Konzerthauses.

Für den freigelegten Bunker gibt es aber noch Handlungsbedarf. Hier werden zurzeit zwei Varianten diskutiert. Zum einen die Überdeckung mit Boden und Begrünung, zum anderen eine künstlerische Gestaltung, die dem Theaterumfeld angepasst wird. Eins ist klar: Nur unter größtem finanziellem und technischen Aufwand könnte der Bunker entfernt werden.

Von daher wird unter den zwei Möglichkeiten eine ausgewählt - voraussichtlich nach der Sommerpause. Die Vorschläge, die in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten und mit Solinger Künstlern entwickelt werden, sollen bei einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klima und Mobilität vorgestellt und beraten werden.

Die Bauarbeiten am und im Theater und Konzerthaus sind zwar größtenteils abgeschlossen, eine neue Baumaßnahme kündigt sich aber an. In den Schulferien erhält das Haus eine neue, moderne Toilettenlage. "Am 21. Juli geht es mit Hochdruck los", sagt Jörg Pauli. Bis zum 4. September bleibt das Haus komplett geschlossen und steht, anders als in den Vorjahren, auch nicht für kleinere Veranstaltungen zur Verfügung.

Die bestehende Toilettenanlage wird komplett entkernt, darauf folgt eine neue Verrohrung, Fliesenarbeiten und der Einbau zeitgemäßer Keramik. Zwischen den bestehenden Toilettenräumen für Damen und Herren entsteht zudem ein komplett neuer Sanitärbereich für behinderte Menschen.

Quelle: RP
 
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