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Der Fall Hanaa S.

April 2015

Die damals 35 Jahre alte Hanaa S. verschwindet. 

Der Fall Hanaa S.

Mai 2015

Ermittler einer inzwischen in dem Fall gegründeten Sonderkommission durchsuchen mehrere Wohnungen in Köln, Solingen, Düsseldorf und Niedersachsen nach Spuren. Unter anderem durchsuchen die Ermittler auch einen Kiosk an der Bilker Allee in Düsseldorf-Unterbilk und nehmen den Betreiber, den Schwager von Hanaa S., vorläufig fest. Erstmals ist öffentlich von einer möglichen Gewalttat innerhalb der Familie die Rede. Die Polizei bittet zum ersten Mal öffentlich um Hinweise. 

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Mai 2015

Zwei Wochen nach den Durchsuchungen gehen erste Hinweise auf Hanaa S. bei der Polizei ein. 

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August 2015

Ermittler suchen in einem Waldstück an der Autobahn 5 nördlich von Karlsruhe nach der Leiche von Hanaa S. "Es hat ernstzunehmende Hinweise gegeben, dass die vermutete Leiche dort zu finden sein könnte", sagte damals der zuständige Wuppertaler Staatsanwalt. 

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August 2015

Der damals 24-jährige Schwager von Hanaa S. wird im Ausland verhaftet. Gegen ihn besteht der Verdacht, am Verschwinden der Frau beteiligt gewesen zu sein.

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November 2015

Der damals 17-jährige Sohn von Hanaa S. wird verhaftet. Er steht im dringenden Verdacht, am Verschwinden seiner Mutter beteiligt gewesen zu sein. Nach Überzeugung der Fahnder soll der Heranwachsende seinem ebenfalls tatverdächtigen Onkel bei der Verschleppung und Ermordung der Frau geholfen haben. Die Ermittler sprechen über ein mögliches Motiv. "Wir nehmen an, dass sich die Täter dafür rächen wollten, dass Hanaa S. zuvor ihre Familie verlassen hatte", sagte der zuständige Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt. 

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März 2016

Die Staatsanwaltschaft nimmt den damals 41Jahre alten Ehemann von Hanaa S. und dessen 35 Jahre alten Bruder fest. Damit richtet sich der Verdacht nunmehr gegen vier Familienangehörige der Frau. Von der Leiche gibt es noch immer keine Spur.

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April 2016

Der Fall Hanaa S. ist Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY", die sechs Millionen Zuschauer verfolgen. Noch während der Ausstrahlung gehen zahlreiche Hinweise zur Solingerin ein. Der Chef der Mordkommission, Frank Gartmann, spricht erneut davon, dass die Ermittler keine Hoffnung mehr haben, Hanaa S. lebend zu finden. Die Fahnder sind sicher, dass die 35-Jährige einem "Ehrenmord" zum Opfer fiel – und dass die Leiche der Frau in einem Wald nahe Kronau in Baden-Württemberg beseitigt wurde.

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Juni 2016

Der Mordprozess gegen nun fünf Verwandte von Hanaa S. beginnt. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, die Mutter mehrerer Kinder zunächst entführt und später umgebracht zu haben. So sollen die Verwandten versucht haben, die aus ihrer Sicht verletzte Ehre der Familie wiederherzustellen. Hanaa S. soll sich nach jahrelangen Misshandlungen im Herbst 2014 von ihrem Mann getrennt haben und aus der gemeinsamen Wohnung in Düsseldorf in Richtung Solingen ausgezogen sein. Kurz darauf soll Hanaa S. einen neuen Lebensgefährten kennengelernt haben. Ihre Familie soll sich dazu entschlossen haben, die Frau zu ermorden. Die Leiche der Frau ist noch immer nicht gefunden. Eine Zeugin spricht von einem verdächtigen Teppichtransport.

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Juni 2016

Hanaa S. ältester Bruder sagt als Zeuge aus. Er berichtet von Todesdrohungen, die seine Schwester aus der angeheirateten Familie erhalten habe und von Versuchen, die Wogen zu glätten. Zankäpfel sollen vor allem das Gold als Hochzeitsgeschenk und die jüngste Tochter des Paares gewesen sein. In einem Krisengespräch hätten sich beide Familien geeinigt, dass Hanaa S. "in Ruhe gelassen werden" solle und ihre Tochter zumindest noch für die Dauer der Kindergartenzeit erziehen dürfe, wenn sie das Gold an die Verwandten ihres Ehemannes zurückgebe. An diese Abmachung habe sich die Familie des Angeklagten aber nicht gehalten. Vielmehr habe der Vater seine Tochter früher zu sich geholt, das Gold sei dann im Besitz von Hanaa S. geblieben.

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Juli 2017

Die Polizisten, die die Wohnung von Hanaa S. nach ihrem Verschwinden durchsuchten, sagen als Zeugen aus. Sie sagen, sie seien auf Indizien gestoßen, die auf einen Kampf hindeuteten: In einer angeblich kurz zuvor frisch gestrichenen Tür hätten sie Macken und kleine Blutspritzer gefunden. Außerdem habe auf dem Fußboden ein Büschel Haare gelegen. Darüber hinaus hätten die Räume wie nach einer Wohnungsauflösung gewirkt, ohne persönliche Gegenstände und nur noch mit wenigen Möbelstücken, berichtete einer der Polizisten.

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August 2016

Nachdem bereits eine Nachbarin vor Gericht ausgesagt hatte, sie habe einen weißen Lieferwagen vor der Wohnung von Hanaa S. gesehen, mit dem zwei Männer einen eingerollten, offenbar schweren Teppich transportiert hätten, sagt ein Taxifahrer als Zeuge aus, hält sich vor Gericht aber offenbar aus Angst zurück. Deshalb schildert eine Ermittlerin der Mordkommission, was der Mann der Polizei verriet: Der Taxifahrer soll Hanaa S. im Auftrag des Schwagers beschattet, von den Hintergründen aber nichts gewusst haben. 

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September 2016

Ein Experte der Kriminalpolizei stellt die Ergebnisse der Handy-Ortung vor, die die Angeklagten belasten. Anhand der Analyse lässt sich nachvollziehen, wo sich Hanaa S. am Tag ihres Verschwindens womöglich befand. So wurde das Handy des mutmaßlichen Mordopfers zunächst im Umfeld ihrer Wohnung an der Hasselstraße und dann in Hilden, Düsseldorf, Leverkusen und später in Köln geortet - in Reichweite zur Wohnung ihres Schwagers, der auch zu den Angeklagten gehört. Der hatte gegenüber der Polizei dargelegt, welche Orte er an jenem Tag beruflich aufgesucht hatte. Sein Weg führte ihn unter anderem ins Ruhrgebiet. Nicht erwähnt hatte der Mann aber, dass er sich, wie die Handydaten nahelegen, zwischenzeitlich auch in Düsseldorf in Nähe der Uni aufgehalten hatte - in derselben Gegend und zur gleichen Zeit, in der auch Handysignale der Vermissten aufgezeichnet wurden.

Das Handy ihres Ehemannes ortete der Mobilfunkanbieter hingegen vorübergehend in Hilden - auch dabei stellten Ermittler eine zeitliche und räumliche Überschneidung zum mutmaßlichen Mordopfer fest. Beide Handys haben sich demnach für sieben Minuten am selben Ort befunden. Allerdings räumte der Ermittler ein, dass die Handy-Ortung störanfällig sei.

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Februar 2017

Eine Zeugin aus Brasilien sagt vor Gericht aus. Sie könnte bei einem früheren Aufenthalt in Deutschland dem Opfer die entscheidende Falle gestellt haben, ohne etwas zu ahnen. Vor dem Landgericht in Wuppertal bestätigt sie, Hanaa S. Möbel abgekauft zu haben. Der Auftrag habe von einem der Angeklagten gestammt. Am mutmaßlichen Tag der Tat, der 21. April 2015, habe sie die damals 35-Jährige angerufen: "Ich habe gesagt, dass einige Männer kommen, um die Sachen abzuholen." Das habe ihr einer der Angeklagten so gesagt. Laut Staatsanwaltschaft erschienen an der geheimen Adresse von Hanaa S. an der Hasselstraße zwei der Angeklagten. Beendet worden war er mutmaßlich in einem Wald bei Hilden.

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Juni 2017

Der angeklagte Schwager von Hanaa S. gesteht den Mord an der Solingerin. Er sagt, er wolle die Ermittler zur Leiche von Hanaa S. in Baden-Württemberg führen. 

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Juli 2017

Ermittler finden die Leiche von Hanaa S in einem Waldstück an der Autobahn 5 in Kronau in Baden-Württemberg, unweit der Stelle, an der die Ermittler schon vor Monaten gesucht hatten.

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Der Fall Hanaa S.

August 2017

Ein Rechtsmediziner stellt das Ergebnis der Leichen-Obduktion vor. Hanaa S. wurde vermutlich erdrosselt. Darauf deutet ein Gummiband, das um den Hals der Leiche gewickelt ist, hin. Die Leiche war in einen Teppich gewickelt und fest mit Panzertape umbunden. 

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