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Gewerbegebiet
Der Glasfaser-Ausbau kommt in Solingen voran

Gewerbegebiet: Der Glasfaser-Ausbau kommt in Solingen voran
Am heißen Draht: Herbert Schulz (Hauptabteilungsleitung Verkehrs- und Kommunikationstechnik TBS; links) und Tobias Ziemann (Informations- und Kommunikationssysteme TBS). FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Im Zuge einer städtischen Vermarktungsaktion sollen ab dem Frühjahr auch Unternehmen im Gewerbegebiet Dycker Feld von schnelleren Anschlüssen profitieren. Von Alexander Riedel

Lange überlegen musste Ralf Ahnert nicht: "Wir tätigen jeden Tag Datentransfers in großem Volumen", erklärt der Geschäftsführer der bub-Druckguss GmbH. Daher sei eine schnellere Internet-Übertragungsrate sehr wichtig für das Unternehmen. Das nutzt nun gemeinsam mit aktuell vier weiteren Betrieben im Gewerbegebiet Dycker Feld eine Sonderaktion von Stadt und 1 & 1 Versatel, um sich für die digitale Zukunft zu rüsten: Die Partner bieten den Kunden in acht Solinger Gewerbegebieten seit rund einem Jahr Glasfaseranschlüsse zu besonderen Konditionen - ohne Zusatzkosten - an: Melden sich genug Unternehmen innerhalb eines Gebietes, übernehmen die Technischen Betriebe die Tiefbaumaßnahmen. Der Telekommunikationsanbieter macht wiederum die Leitungen nutzbar und sorgt für die geforderten Dienstleistungen.

Den Anfang machte im Sommer die Schmalzgrube, bis 2020 sollen alle Gewerbegebiete über die moderne Glasfaserinfrastruktur verfügen. Bislang habe sich allerdings noch nicht überall die notwendige Mindestanzahl an Interessenten zusammengefunden, betont der Breitbandbeauftragte der Stadt Solingen, Martin Lutz. Oberbürgermeister Tim Kurzbach appelliert deswegen an die Betriebe: "Nutzen Sie dieses Angebot."

Manche Unternehmen drücken indes aufs Tempo: "Wir haben im vergangenen Mai den Vertrag unterschrieben und hoffen darauf, dass es jetzt bald losgeht", bekräftigt etwa Jörg Kleinemas, Geschäftsleiter beim Fachhandel Hansen Solingen, der ebenfalls auf dem Dycker Feld beheimatet ist.

Im Frühjahr, so versichern die Partner der Sonderaktion, sollen dort die Bagger anrollen. Bis Ende Januar können noch weitere interessierte Unternehmen auf den Zug aufspringen. 18 gewerbliche Kunden hatten sich schon zuvor einen Glasfaseranschluss bis ins Betriebsgebäude legen lassen. Unter der Marke Solicom betreiben die Technischen Betriebe inzwischen ein Glasfasernetz mit einer Leitungslänge von 218 Kilometern.

Auch abseits der Gewerbegebiete will die Stadt schnellere Datentransfers ermöglichen - so auch in Außenbezirken wie zum Beispiel Höhrath, der Hofschaft Theegarten oder an der Papiermühle. In den nächsten zwei Jahren sollen sämtliche Solinger Privathaushalte über eine Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s im Download verfügen. Bis 2025, so das mittelfristige Ziel, sollen Gigabit-Netze allen Haushalten und Gewerbetreibenden in der Klingenstadt zugänglich sein. Unter die Arme greifen der Stadt bei ihren Plänen auch Bund und Land, die entsprechende Förderanträge bewilligt haben.

Quelle: RP
 
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