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Ansichtssache
Der große Stress vor dem Weihnachtsfest

Meinung | Solingen. Die City hat erhebliche Anziehungskraft. Weihnachtsstimmung kommt aber nicht immer auf. Von Uwe Vetter

Die Stadt ist voll. Teilweise viel zu voll. Weihnachtseinkäufe wollen erledigt werden. Von Ruhe keine Spur, vielmehr geschäftsmäßige Hektik, um möglichst alles bis heute erledigen zu können. Autofahrer müssen derzeit viel Geduld aufbringen, um überhaupt in die Parkhäuser zu kommen. Mitunter kommt es zu Unmutsäußerungen, die im Betätigen der Autohupe noch einigermaßen gesittet daher kommt. Verbale Beschimpfungen oder aber gezielte Fingerzeige an den Kopf lassen "O du fröhliche" nicht aufkommen.

Gestern stand die Fahrzeugschlange einmal mehr auf der Kasernenstraße in der City - wie bereits die Tage zuvor. Das Einkaufszentrum Hofgarten wird gezielt angesteuert. Hier haben nicht nur die Solinger - auswärtige Kennzeichen sind dafür Beleg - viele Geschäfte unter einem Dach. Das macht die Weihnachtseinkäufe bequem. Wenn man denn einen Parkplatz gefunden und einen Plan für Geschenke hat. Da bleibt, so Zeit vorhanden, vielleicht auch noch Gelegenheit, um innezuhalten und sich auf einen Kaffee oder Tee zu treffen.

Für die Beschäftigten des Handels sind diese Tage nicht sehr besinnlich. Vielmehr steht König Kunde im Vordergrund. Besser volle als leere Innenstädte. Denn würden alle im Internet ihre Bestellungen buchen und darauf hoffen, dass die Pakete auch rechtzeitig ankommen, hätten die Mitarbeiter in den Geschäften vielleicht keinen Arbeitsplatz mehr.

Dann lieber Stress haben vor den Weihnachtstagen. Die Öffnungszeiten von Supermärkten am morgigen Sonntag aber hätte man sich schenken können.

Quelle: RP
 
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