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Solingen
Der neue Sessionsorden zeigt den Balkhauser Kotten

Solingen: Der neue Sessionsorden zeigt den Balkhauser Kotten
Daumen hoch für den Entwurf des Karnevalsordens von Jannik Gelbhaar (2.v.l.) für den kommenden Oberbürgermeister: Joachim Junker, das Prinzenpaar Susanne Kirsznik und Arnd Krüger sowie OB Norbert Feith (v.l.). FOTO: Mak
Solingen. "Die Entscheidung ist heute besonders schwer", sagte Oberbürgermeister Norbert Feith. Zum sechsten Mal tagte die Jury, die sich jeweils aus dem neuen Solinger Prinzenpaar, dem Vorsitzenden des Festausschusses (FSK) und dem Oberbürgermeister zusammensetzt, um aus den Entwürfen der Schüler am Technischen Berufskolleg an der Blumenstraße den Karnevalsorden für die neue Session auszuwählen. Von Ulrike Kohl

Das Thema war den Schülern der Klasse zum Gestaltungstechnischen Assistenten vorgegeben: Diesmal ging es um zwei Jubiläen des Balkhauser Kottens: Vor 44 Jahren wurde die Kustodenwohnung eingerichtet, vor 55 Jahren das Schleifermuseum. 15 Entwürfe der Schüler waren zu bewerten, jeder der Künstler stellte sein Werk selbst vor. Am Ende konnte aber nur einer siegen: Diesmal war es Jannik Gelbhaar (23) aus Solingen.

Zum ersten Mal wurde der Orden von diesem Lehrzweig gestaltet, bisher fertigten ihn die Schüler der Graveurklassen. Drei Jahrgänge für Gestaltungstechnische Assistenten gibt es. Die Schüler dieser ersten Klasse sind zwischen 17 und 26 Jahre alt und kommen aus Solingen und Umgebung. Kreatives, selbstständiges Arbeiten steht im Vordergrund, es gibt einen offenen Stundenplan, und von der Idee bis zum fertigen Produkt sollen die Schüler alles lernen. Diesmal hatten sie sich Anregung beim Kustodenpaar im Balkhauser Kotten geholt und haben die dort gehörten Geschichten in ihren Entwürfen umgesetzt.

Die Klasse umfasst 17 Schüler, erzählen Philipp Schröder, Heike Oldenburg und Nicole Weinand, die Lehrer der Klasse. Die Schüler besuchen die Schule drei Jahre lang und schließen mit der Fachhochschulreife ab.

Diesmal gab es bei der Präsentation etwas Besonderes, denn außer dem zukünftigen Prinzenpaar, Arnd Krüger und Susanne Kirsznik, sowie Joachim Junker vom FSK war Norbert Feith zum letzten Mal als Jurymitglied dabei. Der Name des neuen Oberbürgermeisters wird ja erst nach der Wahl im September feststehen, und erst dann kann der Orden angefertigt werden, der im Übrigen von der Stadt-Sparkasse gesponsert wird. Wer dann am 11. im 11. den ersten Orden an den neuen Hoppeditz vergeben wird, steht also erst im Herbst fest.

Die Tradition, den Orden vom Technischen Berufskolleg entwerfen und anfertigen zu lassen, soll jedenfalls fortgesetzt werden, versprach Joachim Junker.

Quelle: RP
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