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Solingen
Der Pina-Bausch-Freundeskreis sucht Zeitzeugen

Solingen. Solinger Verein möchte die Kindheit und Jugend der Tänzerin in der Klingenstadt aufarbeiten und dokumentieren. Von Güdny Schneider-Mombaur

Philippine "Pina" Bausch (1940-2009), bedeutende Tänzerin und Choreografin, Kultfigur der internationalen Tanzszene und Gründerin des Tanztheaters Wuppertal, wurde in Solingen geboren und wuchs am Central auf. Ihre Eltern, Anita und August Bausch, hatten dort eine Gastwirtschaft mit Hotelbetrieb. Pina, die jüngste von drei Geschwistern, ging in Solingen zur Schule und ins Kinderballett. Mit 14 Jahren begann ihre Tanzausbildung an der Essener Folkwang Schule und bald darauf der Start in eine internationale Karriere.

Der Solinger Pina-Bausch-Freundeskreis e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das Andenken an die berühmte Tochter der Stadt wach zu halten. Während die Wuppertaler Pina- Bausch-Stiftung vorrangig das künstlerische Vermächtnis von Pina Bausch bewahrt, versucht der Freundeskreis, biographische Lebensspuren in Solingen zu sammeln. So wurde 2015 in Zusammenarbeit mit der Wuppertaler Stiftung am Gebäude des ehemaligen Café Müller, unmittelbar neben dem vor einigen Jahren abgerissenen Geburtshaus an der Focher Straße, eine Gedenktafel enthüllt. 2016 organisierte der Verein eine multimediale Veranstaltung unter dem Titel "Pinas Reise" im Kunstmuseum. Für 2017 hat sich der Freundeskreis vorgenommen, mittels Zeitzeugen die Kindheit und Jugend Pina Bauschs in Solingen aufzuarbeiten und zu dokumentieren.

"Geplant sind Interviews mit Menschen, die Pina persönlich gekannt haben, die sie noch als Kind oder junges Mädchen in Erinnerung haben", erläutert die Vorsitzende Anne Grafweg. "Bei unserer letzten Veranstaltung im Kunstmuseum sind einige Besucher auf uns zu gekommen und haben, angeregt durch die künstlerischen Darbietungen, von ihren persönlichen Begegnungen mit der jungen Pina Bausch berichtet. So entstand die Idee für das Dokumentationsprojekt."

Erste Kontakte zu Zeitzeugen auch außerhalb Solingens sind bereits geknüpft. Der Freundeskreis bittet alle, die Pina Bausch in den fünfziger und sechziger Jahren begegnet sind, mit ihr befreundet waren, mit ihr zur Schule gegangen sind oder Pina aus der Nachbarschaft kannten, sich beim Verein zu melden. Ansprechpartnerin ist Vereinsmitglied Sabine Franzen (Telefon: 8 81 86 94). Ein Kontakt ist auch über die Webseite des Vereins möglich: www.pina-bausch-solingen.de

Quelle: RP
 
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