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Solingen
Der Seniorenbeirat setzt ein Zeichen gegen Resignation

Solingen. Auch die Mitglieder des Seniorenbeirats standen gestern in ihrer zwölften Sitzung im Zentrum Frieden unter dem Eindruck der Terroranschläge in Paris und ihren weiteren aktuellen Auswirkungen. Von Wolfgang Günther

"Wir dürfen uns aber dadurch nicht von unseren humanitären Zielen entfernen, Mitmenschlichkeit muss weiterhin im Zentrum unserer Arbeit stehen", sagte Beiratsmitglied Julia Freiwald und bekam einhellige Zustimmung von ihren Mitstreitern.

In seiner Vorstellungsrunde durch die Gremien stand Oberbürgermeister Tim Kurzbach gestern auch dem Seniorenbeirat Rede und Antwort. Der Oberbürgermeister wurde vom Vorsitzenden Herbert Gerbig begrüßt, er nahm sich viel Zeit für seinen Austausch mit den Senioren.

Seit genau vier Wochen ist Kurzbach jetzt im Amt, wie schon in seiner Antrittsrede brachte er auch in der Beiratssitzung seine Vorstellungen von der Zusammenarbeit aller Kräfte in Solingen zur Sprache. "Ein OB alleine kann die Arbeit für unsere schöne Stadt nicht schaffen, ich suche Verbündete für die solidarischen Anstrengungen in Solingen", erklärte Kurzbach, der besonders die Senioren zur Mitwirkung an der gemeinsamen Basis aufforderte. "Sie bringen die Erfahrung ein, ältere Menschen haben aber auch die Zeit für ehrenamtliche Arbeit, sie sind der beste Beweis dafür", würdigte der Oberbürgermeister die Arbeit des Seniorenbeirats, der als Leuchtturmprojekt die erfolgreiche Taschengeldbörse vorführen kann.

"Wir haben damit bereits 700 jugendliche Helfer an über 550 hilfsbedürftige Senioren vermittelt. Dieses Projekt hat inzwischen Modellfunktion auf Landesebene", berichtete Dirk Buchmüller, einer der Initiatoren der Taschengeldbörse. OB Kurzbach forderte auch ein stärkeres Engagement für die Flüchtlinge.

Das "Zentrum für verfolgte Künste" im Kunstmuseum liegt Kurzbach besonders am Herzen. "Wir müssen in Solingen einen zentralen Ort finden, an dem die Erinnerung an die Jahre 1933 bis 1945 bewahrt bleibt und weiter aufgearbeitet wird. Da ist noch sehr viel zu tun", so Kurzbach.

Katharina Emons, Projektleiterin der Stadt Sparkasse, gab einen Rückblick auf die erfolgreich verlaufene Seniorenmesse "Aktivia" im Oktober.

Dort war mit großem Aufwand ein mobiles Haus aufgebaut, in dem altersgemäße Technik demonstriert wurde. "Das ist ein wichtiges Thema, wir werden daher bald in Solingen eine Musterwohnung mit den neuen technischen Möglichkeiten für Senioren einrichten", berichtete Stefan Grohé, Mitarbeiter im Bereich Soziales der Stadt.

Quelle: RP
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