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Solingen
Der Stadtrat lobt die Hilfsbereitschaft der Bürger

Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen
Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen FOTO: Tinter, privat (6), Dackweile, Kaiser, evers, Miserius, Blazy (2), Strücken, Malz, Knappe
Solingen. Fast 400 Flüchtlinge kamen im August nach Solingen. Von Uwe Vetter

Heute kommt im Rathaus erneut der erst vor knapp zwei Wochen gebildete Sonderkrisenstab zusammen. Auch, um die vom Land geforderte "Amtshilfe" im Rahmen der Flüchtlingsunterbringung zu gewährleisten. Kurzfristig wurde Solingen vorgestern aufgefordert, 300 Menschen zunächst in einer Notunterkunft unterzubringen. "Daran arbeiten wir mit Hochdruck", versicherte Beigeordneter Robert Krumbein den Mitgliedern des Stadtrates, "und wir versuchen, die Flüchtlinge menschenwürdig und vernünftig unterzubringen." Dies sei eine "städtische Herausforderung", ergänzte Oberbürgermeister Norbert Feith. Er geht wie Krumbein aber davon aus, dass diese Aufgabe gemeistert werden könne.

"Stolz auf die Willkommenskultur in Solingen" zeigte sich Martina Zsack-Möllmann von den Grünen mit Blick auf das vielfältige Engagement von hilfsbereiten Bürgern. Auch Gabi Gärtner (Solingen Aktiv) dankte all jenen, "die sich solidarisch mit den Flüchtlingen zeigen und ihnen helfen". Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Tim Kurzbach ist "Gastfreundschaft eine zutiefst christliche Grundhaltung". Die "Willkommenskultur für neue Nachbarn" sei in Solingen stark ausgeprägt, ergänzte Kurzbach.

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Das sahen indes nicht alle Zuschauer so, die im Konzertsaal die Ratssitzung verfolgten. Oberbürgermeister Norbert Feith unterbrach gleich zwei Mal die Sitzung und rief die Zwischenrufer energisch zur Ordnung. "Solingen ist eine bunte Stadt und keine braune", hatte zuvor bereits Tim Kurzbach betont.

Eingangs der Diskussion zu Richtlinien und Standards bei der Unterbringung von Flüchtlingen in den kommunalen Gemeinschaftseinrichtungen hatte Dezernent Krumbein aktuelle Zahlen genannt. So lebten zu Beginn des Jahres 1260 Flüchtlinge in Solingen, Ende Juli waren es 1900.

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Im Laufe des Monats August steigerte sich die Zahl deutlich auf fast 400 - 184, die von der Stadt betreut werden, und 190, die in der Erstaufnahmestelle des Landes im alten Finanzamt untergebracht sind. "Bis zum Jahresende rechnen wir mit weiteren 1500 Menschen, die nach Solingen kommen", sagte Robert Krumbein. Im nächsten Jahr geht er von durchschnittlich 200 im Monat aus.

Quelle: RP
 
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