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Solingen
Die Alte Schlossfabrik wird am 4. Mai zur Denkfabrik

Solingen: Die Alte Schlossfabrik wird am 4. Mai zur Denkfabrik
Tim Kurzbach wird die Teilnehmer des Zukunftsdiskurses begrüßen und zusammen mit der Landtagsabgeordneten Iris Preuß-Buchholz und Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ein Fazit ziehen. FOTO: mak (Archiv)
Solingen. Beim "Zukunftsdiskurs für Solingen" besprechen Experten aus Wissenschaft und Praxis Ideen und Innovationen für die Stadt. Von Benjamin Dresen

Ideen, Innovationen und Denkanstöße für die Stadt - darum soll sich alles drehen beim Kongress "Zukunftsdiskurs für Solingen" in der Alten Schlossfabrik in Unterburg. Es geht dabei nicht nur um Antworten auf Infrastrukturprobleme, demografischen Wandel, Arbeitslosigkeit und soziale Verwerfungen. Es soll auch darum gehen, die richtigen Fragen zu stellen, so die Veranstalter von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung.

Themen, die an diesem Tag auf der Agenda der Referenten stehen, sind etwa: schnelles Internet und damit verbunden die digitale Stadt, der konstruktive Umgang mit Migration, die Einbindung von Bürgern oder generell "Was ist Innovation?". "Wir möchten Möglichkeiten zeigen", sagt Frank Schmitthammer, der die Veranstaltung mit Corinna Schlechtriem moderiert. Ganz bewusst ist unter den Referenten mit Lale Akgün, die zum Thema Migration spricht, nur eine Politikerin. Die übrigen Redner kommen aus Unternehmen oder der Wissenschaft. Was sie alle eint: "Die Referenten sind gewohnt, jenseits des Tellerrands zu gucken", so Schmitthammer.

In kurzen Vorträgen reißen die Referenten - darunter unter anderem Ernst-Martin Walsken und Prof. Dr. Lutz Becker - ihre Themen an und diskutieren diese mit den Teilnehmern. Grundsätzlich sind alle Solinger eingeladen, sich zu beteiligen. Ganz besonders richtet sich die Veranstaltung an Multiplikatoren aus Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften, Wissenschaft und Kultur. Sie sollen die Ideen weitertragen und verbreiten. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 200 Teilnehmern. Die Idee für den Kongress stammt vom Solinger Andreas Schäfer. "Es geht um Wirklichkeiten, die zu akzeptieren sind, und darum, sich alle paar Jahre neu zu bestimmen", sagt er. Mit seiner Idee trat er an die beiden Solinger SPD-Politiker Iris Preuß-Buchholz und Tim Kurzbach heran. So entstand der Kontakt zum Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung, das den Kongress organisiert und umsetzt. "Wir haben bereits in verschiedenen Städten Zukunftsdiskurse durchgeführt. Für jede Stadt ganz individuell", berichtet Jochen Reeh-Schall.

Im besten Fall ergeben sich aus dem Kongress neue Ideen und Anstöße für die lokale Politik. "Impulse werden wir aufnehmen", sagt Andreas Schäfer. Frank Schmitthammer ergänzt: "Wenn es der Politik gelingt, daraus Lerneffekte abzuleiten, ist das willkommen", etwa mit Blick auf ein neues Stadtmarketing. Er gibt sich bescheiden, wenn er sagt: "Wenn wir ein bis eineinhalb Prozesse anstoßen könnten, wäre das eine super Sache."

Parallel zeigt ein "Markt der Möglichkeiten", wo in Solingen bereits innovative Ideen umgesetzt werden. Hier sind unter anderem das Galileum, das Zentrum für Verfolgte Künste, die Arbeiterwohlfahrt oder der Verkehrsclub mit Ständen vertreten.

Quelle: RP
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