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Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft
Die Auftakthürden sind genommen

Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft: Die Auftakthürden sind genommen
Schloss Burg ist für die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) ein gutes Beispiel für die Akquise von Fördergeldern. Zurzeit ist die BSW in Verhandlungen mit dem Bund und hofft, im Juni eine Entscheidung präsentieren zu können. FOTO: Radtke / Hertgen (Archiv)
Solingen. Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW), sieht die Gesellschaft ein Jahr nach ihrem Start auf einem guten Weg. Entscheidung über Fördermittel Schloss Burg fällt im Juni. Von Uwe Vetter

Die Auftakthürden hat die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) längst genommen. Im März vergangenen Jahres an den Start gegangen, haben Lenkungskreis, Beirat, Aufsichtsrat und der 50 Köpfe zählende Bergischer Rat bereits zwei Zyklen durchlaufen. "Es funktioniert", sagt Bodo Middeldorf. Der Geschäftsführer der BSW hat auch im Bergischen Rat ausgemacht, dass sich hier stadtübergreifende Fraktionen gebildet haben, und wertet dies als "starkes Signal, wenn interkommunal beraten und entschieden wird".

Die Aufgaben Fördermittel für das Bergische Städtedreieck akquirieren, Fachkräftegewinnung, sich kümmern um regionale Aufgaben in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Tourismus und Regionalmarketing - die Aufgaben der BSW sind vielfältig. Die Regionalagentur ist mittlerweile auch übernommen worden. "Wir haben sie inhaltlich neu aufgestellt, die Akteure im Bergischen verknüpft, und alte Zöpfe wurden abgeschnitten", sagt Bodo Middeldorf.

Bodo Middeldorf ist Geschäftsführer der BSW, die ihren Sitz im alten IHK-Gebäude an der Kölner Straße hat. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)

Sanierung Schloss Burg Fördermittel in die Region holen - Schloss Burg ist hier für den BSW-Geschäftsführer ein gutes Beispiel. Nachdem der Bund im Herbst vergangenen Jahres 15 Millionen Euro für die Sanierung zugesagt hat, wollen die drei Bergischen Städte insgesamt sechs Millionen als Kofinanzierung der Bundesmittel beisteuern. Zudem wurde ein Förderantrag in Höhe von sieben Millionen Euro an das Land gestellt, weitere vier Millionen Euro sollen über die Regionalförderung fließen.

"Wir brauchen unter dem Strich 32 Millionen Euro. Der Bund zahlt 50 Prozent, höchstens aber 15 Millionen Euro", rechnet Bodo Middeldorf vor. Die andere Hälfte müssten die Städte und / oder das Land beisteuern. Die sieben Millionen Euro Landesförderung (Städtebaufördermittel) werden vom Bund aber zurzeit nicht unbedingt als Kofinanzierung angesehen. "Wir verhandeln derzeit mit dem Bund, ob er hier von seiner Förderquote abrückt. Es sieht nicht schlecht aus", sagt Bodo Middeldorf zum Stand der Gespräche. Zuversichtlicher als zu Beginn des Jahres (wir berichteten) könne man jetzt schon sein. "Im Juni fällt eine Entscheidung."

Fördergelder Der BSW-Geschäftsführer sieht im Verlaufe des ersten BSW-Jahres neben Schloss Burg auch einige Erfolge an anderen Stellen. Beispielsweise sei die Region in der laufenden Förderperiode (2014 bis 2020) mit einigen Projekten zum Zuge gekommen. "Wir arbeiten hier eng mit den Städten zusammen und unterstützen alle Akteure", sagt Middeldorf.

Auch bei der Sanierung der Rasspe-Brache in der Kohlfurth mischt die BSW mit. Während sich der Altlastenverband um die Sanierung kümmert, wird sich die BSW um Zuschüsse für die Erschließung stark machen. "Wir spüren nach einem Jahr einen starken Rückhalt in der Region - nach innen und nach außen, wir werden stärker wahrgenommen", sagt der Geschäftsführer. Die regionale Wirtschaftsförderung soll künftig stärker angepackt, das Standortmarketing intensiviert werden. "Unter anderem sollen in der Region auch Netzwerke für Unternehmen aufgebaut beziehungsweise wiederbelebt werden", sagt Bodo Middeldorf mit Blick auf die Bereiche Automotiv, Werkzeuge oder Gesundheit.

Personal Ein zweiter Geschäftsführer soll im Laufe dieses Jahres eingestellt werden. Das war bereits vor einem Jahr angekündigt worden und wird nun umgesetzt. Wuppertal hat hier das Vorschlagsrecht.

Außendarstellung Für den gemeinsamen und von der BSW organisierten Auftritt der drei Bergischen Großstädte auf der Gewerbe-Immobilienmesse Expo Real in München gibt es ebenfalls eine erhebliche Neuerung. "Wir werden einen neuen Stand an neuer Stelle bekommen", kündigt Bodo Middeldorf an. Prominenter als bisher soll der neue Messeauftritt in München sein, eventuell in Kooperation mit dem Kreis Mettmann - dafür müssen Wuppertal, Solingen und Remscheid aber auch mehr Geld die Hand nehmen. Middeldorf ist überzeugt: "Entweder macht man den Messeauftritt richtig, oder man lässt es sein."

Quelle: RP
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