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Solingen
Die BIA-Beschäftigten bekommen mehr Lohn

Solingen. Der seit Anfang Februar schwelende Streit zwischen der Industriegewerkschaft Metall und der Geschäftsführung von BIA Kunststoff- und Galvanotechnik scheint beendet: Ein Großteil der Mitarbeiter des Unternehmens aus dem Industriegebiet Scheuren "erhält deutliche Einkommensverbesserungen", sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Remscheid-Solingen, Marko Röhrig. Allerdings habe man keinen Tarifvertrag vereinbart, so, wie zunächst von der Gewerkschaft gefordert, vielmehr sollen die jetzt vereinbarten höheren Löhne in einer sogenannten "Gesamtzusage" formuliert werden. Darauf verständigen sich die Gesprächsparteien gestern bei einem neuerlichen Zusammentreffen. Von Uwe Vetter

Bei der Gesamtzusage handelt es sich um eine einseitige Willenserklärung des Arbeitgebers, die von daher unterhalb eines Tarifvertrages anzusiedeln ist, der von Gewerkschaft und Arbeitgebern unterzeichnet wird. "Wir können aber nicht meckern", sagte Marko Röhrig.

Auch Andreas Fiedler, der zusammen mit Jörg Püttbach und Dr. Markus Dahlhaus die Geschäfte von BIA führt, ist mit der gestern getroffenen Vereinbarung zufrieden. "Am Ende sind alle Gewinner", sagte Fiedler im Gespräch mit unserer Redaktion. "Wir haben auch intensiv über Verbesserungspotenzial im Unternehmen gesprochen". Über die Gesamtzusage verpflichtet sich das Unternehmen, den finanziellen Rahmen für die Lohnverbesserung bereitzustellen. "Die Kuh ist zwar noch nicht vom Eis, aber wir sind dabei, sie gemeinsam herunterzuholen", sagte Andreas Fiedler.

Denn insbesondere die IG Metall-Mitglieder unter den BIA-Beschäftigten sollen nach Angaben von Gewerkschafter Marko Röhrig nun auch noch Gelegenheit zu einem Votum bekommen. "Es geht darum, ob sie mit der Gesamtzusage zufrieden sind oder aber, ob Tarifvertrag drüber stehen soll", erklärt Marko Röhrig. Kurzfristig soll hier ein Ergebnis herbeigeführt werden.

BIA Kunststoff- und Galvanotechnik beschäftigt im Industriegebiet Scheuren 1040 Mitarbeiter, darunter auch eine große Zahl von Produktionshelfern. Im mittelständischen Familienunternehmen werden im Mehrschichtbetrieb 400.000 Teile produziert - überwiegend chrom-blitzende Produkte für die Automobilindustrie.

Quelle: RP
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