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Solingen
Die Brandschäden werden beseitigt

Solingen: Die Brandschäden werden beseitigt
Durch den Dachstuhlbrand im rechten Gebäudeteil ist ein erheblicher Brandschaden entstanden. Jetzt werden zunächst Ruß und Brandschutt fachgerecht entsorgt. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Mit der fachgerechten Entsorgung von Ruß und Brandschutt wurde gestern auf dem ehemaligen Rasspe-Gelände begonnen. Danach muss auf das in Mitleidenschaft gezogene denkmalgeschützte Gebäudeteile noch ein neues Dach. Von Uwe Vetter

Den Großbrand im denkmalgeschützten Gebäudeteil in Stöcken hatte die Feuerwehr in der Nacht zum 8. Januar mit einem massiven Aufgebot bekämpft. Zwischenzeitlich waren bis zu 130 Kräfte auf dem ehemaligen Rasspe-Gelände im Einsatz. Und während der Brandbekämpfung wurde selbst Wasser aus der Wupper abgezapft, um die Flammen zu löschen. Die Polizei ging beim Dachstuhlbrand später von Brandstiftung aus, der Brandschaden war wenige Tage danach von der Polizei auf rund 250.000 Euro geschätzt.

Ob diese Summe ausreicht, um den Schaden zu reparieren, werden die nächsten Wochen zeigen. Gestern starteten im denkmalgeschützten ehemaligen Verwaltungsgebäude jedenfalls die Arbeiten zur Beseitigung der Brandschäden. "Zunächst geht es dabei um die fachgerechte Entsorgung von Ruß und Brandschutt innerhalb des Gebäudes", sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Frank Balkenhol. "Maximal vier Wochen", so Balkenhol, sollen dieses Arbeiten in Anspruch nehmen.

Fotos: Großbrand auf dem Rasspe-Areal FOTO: Patrick Schüller

Ein Solinger Fachunternehmen sei mit der Entsorgung beauftragt worden. Container stehen auf der Zuwegungsfläche des Betriebsgeländes, eine Beeinträchtigung des Bürgersteiges werde dadurch vermieden. Eine Straßenabsperrung ist jedenfalls nicht erforderlich.

Sind die Brandschäden beseitigt, wird im nächsten Schritt eine neue Dachkonstruktion in Angriff genommen. "Das wollen wir so schnell wie möglich umsetzen", sagt Balkenhol. Noch seien aber Statiker und Architekten damit beschäftigt, entsprechende Details zu erarbeiten und zu prüfen.

Bereits aufgenommen hat auch der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) seine Arbeit. Nachdem die Wirtschaftsförderung Eigentümer des 6,6 Hektar großen ehemaligen Rasspe-Geländes geworden ist, wird der AAV in diesem Jahr das Areal mit Blick auf eine Sanierung untersuchen, eine Planung anlegen und zudem ein Rückbaukonzept aufstellen.

Anfang nächsten Jahres werden dazu Ergebnisse erwartet, kurz vor Weihnachten 2015 wurden entsprechende Verträge zwischen Stadt und AAV unterzeichnet. "Das ist eine perfekte Partnerschaft", sagte damals Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Gut fünf Millionen Euro müssen für die Reaktivierung der Industriebrache im Stadtbezirk Mitte zunächst investiert werden, bevor dort wieder Firmen angesiedelt werden können. Durch die Jahrzehnte lange industrielle Nutzung werden im Boden etliche Schadstoffe vermutet, die entsorgt werden müssen. Und welche Unternehmen voraussichtlich ab 2018 auf der Industriefläche angesiedelt werden, auch darüber müssen sich Stadtspitze, Wirtschaftsförderung und die Politik noch verständigen.

Doch das ist noch Zukunftsmusik. Ebenso die Einschätzung, wie viele Arbeitsplätze in Stöcken 17 einst wieder entstehen können. Gut 500 könnten es laut Verwaltungschef Tim Kurzbach sein. Seine Rechnung mit Blick auf die Gewerbesteuer ist zudem: "Pro Hektar Gewerbefläche rechne ich mit 170.000 Euro an Gewerbesteuern. Für das gesamte Gelände wären das bei entsprechender Vermarktung etwa 1,1 Millionen Euro Gewerbesteuer im Jahr."

Quelle: RP
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