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Was Nebenan Passiert Aus Dem Bezirk Mitte
Die City bekommt ersten Zebrastreifen

Solingen. Im Kreuzungsbereich Kölner Straße/Birkerstraße soll überdies eine Querungshilfe in der Straßenmitte eingerichtet werden. Von Uwe Vetter

Im Stadtbezirk Mitte gibt es noch keinen Zebrastreifen. Das soll sich im Laufe des nächsten Jahres ändern: Fußgänger, die am alten Postparkplatz die Birkerstraße in Richtung Kölner Höfe überqueren, sollen hier nicht nur eine Querungshilfe in der Straßenmitte bekommen, sondern obendrein noch einen Zebrastreifen, um die Straße sicher passieren zu können. "Es wird Zeit, dass der Stadtbezirk Mitte auch mal einen Zebrastreifen bekommt", sagt Annette Müller (Grüne).

Grund für die geplante Änderung, für die sich die Bezirksvertreter aus Mitte in ihrer jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit aussprachen, ist die seit Februar dieses Jahres defekte Ampelanlage. Die elf Elemente der Lichtzeichenanlage, die ansonsten für Autos und Fußgänger für einen geordneten Ablauf im Kreuzungsbereich sorgten, sind mit Kappen mit der Aufschrift "Anlage außer Betrieb" versehen worden. Die Linksabbiegespur von der Kölner Straße in die Birkerstraße ist mit Baken verstellt worden, die Linksabbiegespur von der Birkerstraße in die Kölner Straße wurde ebenfalls eingezogen.

Die Ampelanlage zu reparieren, ist offenbar schwierig. Zumal ein Steuerungsmodul in der mehr als 30 Jahre alten Ampel ausgetauscht werden müsste. Für dieses Bauteil gibt es aber nach Angaben der Verwaltung keinen Ersatz mehr.

"Verkehrszählungen haben ergeben, dass auf die Signalanlage verzichtet werden kann", sagt Sonja Häcker vom Stadtdienst Planung und Mobilität, "die Unfalllage ist dort unauffällig". Sie erläuterte den Bezirksvertretern zudem, dass im Bereich Birkerstraße/Graf-Engelbert-Straße ein Minikreisel eingerichtet werden könnte. Auch dies hätte die Verkehrszählung ergeben.

Doch den wollen die Bezirksvertreter gar nicht. Hier gilt seit geraumer Zeit "rechts-vor-links", überdies ist die Tempo-30-Zone dort ausgedehnt worden. Die Tempo-30-Zone soll auch auf der Kölner Straße erweitert werden, und zwar vom Kreuzungsbereich Birkerstraße/Kölner Straße bis zur Elsa-Brandström-Straße - "wenn die Signalanlage abgebaut worden ist", so Häcker.

Die Linksabbiegespur auf der Kölner Straße in die Birkerstraße würde dann verschwinden, zumal die vorhandene Mittelinsel bis zur Höhe der Kreuzung erweitert würde. Auf zwei Fahrspuren reduziert würde dann auch die Birkerstraße mit je einer Aus- beziehungsweise Einfahrt. Das bietet Platz, um auf der Seite des viel genutzten Parkplatzes einen Fußgängerweg in Richtung Graf-Engelbert-Straße einzurichten.

Unter dem Vorbehalt, dass am kommenden Montag der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität den Wünschen der Bezirksvertretung Mitte entspricht, könnten 2017 die Umbauarbeiten im Kreuzungsbereich in Angriff genommen werden. "Geld dafür ist im Haushalt eingestellt. Erst muss aber der Haushalt genehmigt sein", sagt Häcker. Allein der Abbau der Ampelanlage ist mit rund 30.000 Euro veranschlagt, die Beleuchtung für den Zebra streifen würde 20.000 Euro kosten.

Sorgen haben einige Bezirksvertreter, dass der Bereich Elisenstraße, Graf-Engelbert-Straße und Birkerstraße von vielen Autofahrern gerne als Schleichweg genutzt wird. "So lange am Dickenbusch keine Möglichkeit zum Linksabbiegen besteht, haben wir in diesem Bereich Schleichverkehre", so Sonja Häcker. Zwei Kreisverkehre sollen am Dickenbusch einmal den Verkehr besser regeln. Doch wann die gebaut werden können, steht wegen der noch ungeklärten Lage bei den Fördermitteln nach wie vor in den Sternen.

Quelle: RP
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