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Solingen
Die Immobilienpreise ziehen weiter an

Solingen: Die Immobilienpreise ziehen weiter an
In Aufderhöhe baut die Olaf Jansen GmbH zurzeit 22 Wohnungen. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Experte Olaf Jansen sieht in Solingen keine Preissteigerungen wie etwa in Köln oder Düsseldorf. Gleichwohl ist das Angebot rückläufig. Von Uwe Vetter

Hohe Nachfrage, zu wenig Angebot: Der Immobilienmarkt auch in Solingen könnte da so manchen zu dem Schluss verleiten, dass die Preise in bisher unbekannte Höhen eilen. "Dem ist aber nicht so", sagt Immobilienexperte Olaf Jansen.

Doch viele Solinger Verkäufer nehmen gleichwohl an, dass sich auch in der Klingenstadt, ähnlich wie in den Metropolen Köln oder Düsseldorf, Zuwachsraten von angeblich zehn bis 15 Prozent erzielen lassen. "Eine differenzierte, analytische Betrachtung des Marktes ist unabdingbar. Von daher haben wir uns als die Standort-Experten für den Solinger Immobilienmarkt entschlossen, zukünftig jedes halbe Jahr eine Übersicht über die wichtigsten Entwicklungen zu veröffentlichen", sagt der Chef der Olaf Jansen GmbH, die im Gräfrather Dycker Feld neue Räume bezogen hat.

Um etwa vier Prozent haben sich die Preise im Bestand für Einfamilienhäuser (125 bis 180 Quadratmeter Wohnfläche) auf einem 300 bis 600 Quadratmeter großen Grundstück in diesem Jahr nach oben bewegt. "Bei Reihen-Doppelhäusern mit einer Wohnfläche von 100 bis 140 Quadratmetern sehen wir einen Anstieg von zwei bis 2,5 Prozent", sagt Olaf Jansen. Bei Eigentumswohnungen, insbesondere jenen ab 1990, ist mit rund fünf Prozent der stärkste Anstieg zu beobachten. Wohnbaugrundstücke zwischen 300 und 600 Quadratmetern werden in guten Lagen zirka vier Prozent teurer gehandelt, dagegen sieht Jansen bei Grundstücken ab 600 Quadratmetern kaum Preissteigerungen. "Neue Eigentumswohnungen mit gehobener Ausstattung sind unter 3000 Euro pro Quadratmeter kaum noch auf dem Markt zu finden", so der Immobilien-Experte.

Jansen betreut mit seinem Unternehmen derzeit Baumaßnahmen in Aufderhöhe (22 Wohnungen), an der Itterstaße in Wald (15) und an der Sauerbreystraße in Ohligs (12). "Hier sind keine oder nur noch wenige Wohnungen verfügbar", sagt der Geschäftsführer. Von daher suche man weiter nach Baugrundstücken für den Geschosswohnungsbau und für Reihenhäuser im ganzen Stadtgebiet. Jansen weiß: "Das Angebot, insbesondere im Bereich der Bestandsimmobilien und auch der Neubaumaßnahmen wird definitiv in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht viel größer werden."

Wohnungen oder Häuser - Immobilien mit einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis sind Mangelware und, wenn vorhanden, sehr schnell vergriffen. "Wir geben als Experten von daher den Tipp, die Finanzierungsbestätigung der Sparkasse oder Bank schon pauschal für eine zu erwartende Summe zu haben, damit eine schnelle Entscheidung getroffen werden kann", sagt Olaf Jansen, der sein Unternehmen als führenden Marktteilnehmer für Gewerbe- und Privat-Immobilien in Solingen sieht und sich über eine Umsatzsteigerung von etwa 80 Prozent im laufenden Geschäftsjahr freut. Würde man indes den Solinger Immobilienmarkt lediglich nach den von der Olaf Jansen GmbH hochgerechneten Umsatzzahlen beurteilen, "wäre nach unserer Einschätzung von Stagnation in 2017 gegenüber 2016 zu sprechen". Die Zahl der Kauffälle dürfte um 15 Prozent in diesem Jahr sinken. Das Fazit von Jansen: "Auch die Klingenstadt wird immer teurer bei weiter rückläufigem Angebot." Von einer Immobilienblase sei man aber weit entfernt.

Quelle: RP
 
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