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Solingen
Die Legende lebt: "Extrabreit" treten in der Cobra auf

Solingen. Sie verspotteten in ihren Songs die Polizei, zündeten die Schule an und besangen düster den Tod des Präsidenten. Die Musiker ließen auf Partys den "Flieger" abheben, wollten "Annemarie" flachlegen und beschworen die Wonnen der Kleptomanie und die Abgründe des Kokain. Lange vor den "Toten Hosen" oder den "Ärzten" gab es eine deutsche Band, die die Schönheit der Drei-Minuten-Gitarrenhymne mit rotzig-subversiven Texten entdeckt hatte und damit die Charts eroberte: "Extrabreit" aus Hagen, die Väter des deutschen Pop-Punks.

1978 in Hagen gegründet, machten "Extrabreit" zunächst mit Live-Konzerten regional auf sich aufmerksam und erhielten 1980 die Chance, ihre Songs auf dem selbstironischerweise "Ihre Größten Erfolge" genannten Debütalbum zu veröffentlichen. Aber erst beharrliches Touren und das zweite Album "Welch ein Land - Was für Männer!" mit der Charts-Single "Polizisten" brachte Ende 1981 den Durchbruch. Als im Frühjahr 1982 nachträglich aus dem Debütalbum die Single "Hurra, hurra, die Schule brennt" ausgekoppelt wurde, verbuchten "Extrabreit" ihren größten Single-Hit.

Und die Legende um Sänger Kai Havaii lebt auch heute noch weiter. Etwa in dem Konzert, das "Extrabreit" am 2. Dezember in der Merscheider Cobra geben werden. Beginn ist um 20.30 Uhr, Karten kosten an der Abendkasse 22 Euro.

(red)
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