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Solingen
Die neue Leiterin will den Chor als Team führen

Solingen. Zeiten des Umbruchs bei der Chorgemeinschaft Aufderhöhe: neue Leute an der Spitze und neue Dirigentin.

Neue Leiterin, neue Vorsitzende, neuer Ort, neue Konzepte: Man kann nicht behaupten, dass den ohnehin schon munteren Sängerinnen und Sängern der Chorgemeinschaft Aufderhöhe 1892 langweilig wird. Aber es bedeutet auch ein wenig Stress.

"Wegen der vielen Veränderungen verzichten wir in diesem Jahr auf unser Frühjahrskonzert", sagt Brigitte Schweikart, die nun neue Vorsitzende des Vereins ist. "Aber diese Tradition werden wir im nächsten Jahr wieder fortsetzen." Zu den Aufderhöhern kam Schweikart 2011. "Den Bezug zu Aufderhöhe hatte ich, weil ich früher an der Höhscheider Straße gewohnt habe", erklärt die heutige Ohligserin. In einer Zeitschrift hatte sie einmal den Titel "Singen ist gut für die Seele" gefunden. Das war der Anstoß, in den Chor zu gehen. "Denn es stimmt: Wenn man einmal bedrückt ist und dann singt, geht es einem wieder gut", so die Vorsitzende, die sich in der Arbeit mit Vorstand, Leiterin und natürlich den rund 75 Sängerinnen und Sängern als Teamplayer versteht.

Die neue musikalische Leiterin ist eigentlich eine altvertraute: Nadja Bulatovic. Denn seit rund zehn Jahren begleitet sie den Chor schon: sowohl am Klavier wie auch einmal monatlich als Dirigentin. Die bisherige Leiterin Birgit Harnisch wollte aus persönlichen Gründen etwas kürzer treten. So hat man einfach die Rollen getauscht: Bulatovic leitet und Harnisch unterstützt - besonders bei der Stimmbildung. "Wir können auf eine fruchtbare Zusammenarbeit zurückblicken, und so soll es auch weitergehen", sagt Nadja Bulatovic. Über Birgit Harnisch ist sie auch nach Aufderhöhe gekommen. "Wir kennen uns seit der gemeinsamen Zeit an der Musikhochschule Köln. Und da hat sie mich geholt." Besonderen Spaß macht es Nadja Bulatovic, den Sängern musikalisches Gestalten beibringen zu können. "Es erfreut mein Herz, wenn es klappt." Musikalisch soll es die Mischung machen: Chor, Solisten, Instrumentalisten und ein buntes Programm. "Wir versuchen, alle Geschmäcker zu treffen, aber achten dabei auch auf den Anspruch." Dass die Aufderhöher stets einen vollen Saal haben, gibt ihnen Recht. Das nächste Mal kann man die Sänger am 21. Juni, 11 bis 18 Uhr, bei ihrem Sängerfest im Helga-Leister-Haus erleben. Acht befreundete Chöre werden erwartet. "Sonst fand das Fest stets im Biergarten des Bergischen Hofes statt", erklärt Brigitte Schweikart. Aber seit das Gasthaus geschlossen ist, hat der Chor zudem seinen Probenraum verloren. Geübt wird jetzt im kogag-Kasino an der Schorberger Straße. "Es wäre natürlich schön, wenn wir irgendwann wieder in den Bergischen Hof zurückkehren könnten." Denn der hat seine eigene, Aufderhöher Atmosphäre.

Im November geht es nach Bad Honnef zum Stimmbildungsseminar als Vorbereitung für das große Weihnachtskonzert "Sternstunden im Advent" am 13. Dezember. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Mozart und Cornelius und natürlich Weihnachtslieder. Unterstützt wird der Chor von Solisten der Jungen Philharmonie Köln. Auch hier wird eine gute Mischung wieder für einen vollen Konzertsaal sorgen.

(crm)
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