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Opel Rekord C
Die Schwarze Witwe stand im Mittelpunkt

Opel Rekord C: Die Schwarze Witwe stand im Mittelpunkt
Ein Hingucker in Gräfrath war der Nachbau der "Schwarzen Witwe". Bei Tourenwagen-Rennen hatte unter anderem Niki Lauda am Steuer gesessen, um mit dem Fahrzeug auf Basis der Opel Rekord C BMW, Mercedes oder Porsche erfolgreich Konkurrenz zu machen. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Gräfrath war Treffpunkt der Opel-Freunde. Die 1972 gegründete Interessengemeinschaft "Alt-Opel" feierte dort ihr Jahrestreffen, zu dem etwa 40 Teilnehmer kamen. Von Wolfgang Günther

Die Interessengemeinschaft "Alt-Opel" beging den 50. Jahrestag des Opel Rekord C in der Klingenstadt. Etwa 2300 Mitglieder verzeichnet der Verein weltweit, zum Jubiläumstreffen kamen sogar Mitglieder aus dem Ausland. Am Samstag starteten die Autos zu einer touristischen Ausfahrt von Gräfrath nach Schloss Burg und Müngsten. Nach einem Abstecher zum Balkhauser Kotten kehrten sie am Abend zur Gerberstraße zurück.

Neben den Autobesitzern selbst bewunderten viele Gäste die Fahrzeuge. Auf den ersten Blick fiel der schwarz-gelb lackierte Opel Rekord C nicht zwingend ins Auge. Aber das ständige Interesse machte deutlich, dass es sich um ein besonderes Modell handeln musste. "Die Adam Opel AG zeigt hier den Nachbau des Opel-Rennwagens auf Basis des Rekord C", erzählte der Solinger Opel-Freund Udo Feck, der das Treffen organisiert hatte. "Dieser Wagen machte beim Tourenwagen-Rennen der Gruppe 5 in Hockenheim den Autos von BMW, Porsche und Mercedes-Benz erfolgreich Konkurrenz." Rennfahrer wie Erich Bitter und der junge Niki Lauda haben die legendäre "Schwarze Witwe" der Marke Opel gefahren. Jens Cooper, Mitarbeiter bei "Opel Classics" in Rüsselsheim, brachte den Wagen auf einem Transporter nach Solingen. Offiziell fahrbereit ist er nicht mehr. "Wir haben die Konstruktionsunterlagen dieses Wagens nach langem Suchen gefunden und ihn zwischen unserer normalen Arbeit von Grund auf nachgebaut", berichtete der Autobauer.

Anwesend war auch Eckart Bartels, der Gründer der "Alt-Opel IG". Der Opel-Liebhaber und Historiker schreibt alljährlich das Opel-Jahrbuch und kümmert sich intensiv um die Aufarbeitung der Geschichte der Marke Opel. "Die Gründung der Interessengemeinschaft war 1972 bittere Notwendigkeit. Es ging damals um Kenntnis sowie insbesondere um den Erwerb und Tausch von seltenen Ersatzteilen", sagte der Historiker. Sein Referat beim Festabend im Gräfrather Klosterbräu behandelte die Karosseriegestaltung der Opel-Fahrzeuge von 1937 bis 1958.

Aus den Niederlanden kam Anton Berkhout. Er stellte seinen Commodore Baureihe A, Baujahr 1971, vor. Heike und Bernd Schlendrich aus Mönchengladbach hatten auf der Motorhaube ihres Rekord C Coupés sogar einen Koffer-Plattenspieler mit passenden Singles in Betrieb, so dass auch die Musik zur Autoausstellung im Ambiente der 1960er Jahre passte.

"Kurz nach der Gründung der Interessengemeinschaft waren wir 1974 mit einigen Fahrzeugen auch beim Fest zum Jubiläum ,Solingen 600' vor Ort", erinnerte sich Udo Feck. Da können die Solinger Oldtimer-Liebhaber nur hoffen, dass es nicht wieder so lange dauert, bis die Opel-Freunde mit ihren bestens gepflegten historischen Wagen der Klingenstadt für ein Wochenende Glanz verleihen.

Quelle: RP
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