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Solingen
Die Solig-lot-jonn-Zeit hat begonnen

Solingen. In der Ohligser Festhalle bekam Hoppeditz Hartmut Lemmer den Orden des Oberbürgermeisters. Von Ulrike Kohl

Elfter im Elften, 18.50 Uhr: Die Prinzengarde Blau-Gelb Ohligs zieht, geführt vom Standartenträger, in die Festhalle Ohligs ein. "Wir haben es wieder mal geschafft!", sagt Joachim Junker, Präsident der Garde. Lange hätten wir warten müssen, um die neue Solig-lot-jonn-Zeit begrüßen zu können. Dann bittet er um närrischen elf Minuten langen Beifall der Gäste.

Mit dramatischer Musikbegleitung erscheint die bunte Tonne auf der Bühne, die Attraktion des Abends. Nach einer Ehrenrunde über die Bühne steht sie dann am Rand, und Junker bittet zahlreiche Gäste auf die Bühne. Allen voran Oberbürgermeister Tim Kurzbach, der vor drei Jahren selbst aus der Tonne gestiegen war. "Da kann man mal sehen, dass man auch als Hoppeditz Karriere machen kann", freut sich Junker.

Dem Verwaltungschef folgen die Bürgermeister Ernst Lauterjung und Carsten Voigt sowie die Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (Ohligs) und Richard Schmitz (Mitte). Das veranlasst Kurzbach zu der Feststellung, dass man mit diesem Team im Rathaus vielleicht einmal etwas Gemeinsames in Sachen Karneval machen könnte.

Langsam füllt sich die Bühne mit den Vertretern der Solinger Karnevalsgesellschaften - und die Spannung steigt. Um 19.11 Uhr ist es so weit: Der Countdown wird gemeinsam gezählt, dann wird die Tonne geöffnet. Heraus kommt "Solingens oberster Sportler", Hartmut Lemmer, im bunten Clownskostüm.

In seiner Rede geht er unter anderem auf die Korkenziehertrasse ein: Bisher sei ein Geländer nicht nötig gewesen, auch Kinder hätten sich nicht verletzt. Jetzt würde auf 4,2 Kilometer Länge an 25 Stellen ein Geländer gebaut. Für Straßenbelag sei kein Geld da, aber 140.000 Euro für ein Geländer, das niemand brauche.

Er sprach die Autobahnanbindung an und die Differenzen mit der Stadt Langenfeld. Auch der Schuttberg in Ohligs, der endlich verschwinden müsse, war Thema. Außerdem ging er auf die Oberbürgermeister-Wahlen ein: "Nur sieben Prozent haben Coco Teuber gewählt", meinte er. Dabei hätte Solingen bei einem Wahlerfolg Cocos doch die lustigste Stadt Deutschlands werden können. "Aber der Tim wird es schon richten!", lautete sein Fazit.

Lemmer wünschte zuletzt dem Publikum eine "kurze, heftige Session". Vor der Veranstaltung in der Festhalle hatte er übrigens noch eine andere Funktion. Im Sankt-Martins-Zug hatte er, bevor er ins Hoppeditz-Kostüm schlüpfte, den Bettler gespielt. Natürlich gab es für ihn den ersten Orden, den Tim Kurzbach in seinem neuen Amt verteilte. Den Orden des Oberbürgermeisters, der den Balkhauser Kotten zeigt.

Quelle: RP
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